Österreichweites Mammographie-Screening kommt ab 2010

30. September 2008, 11:23
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Gesundheitsministerin Kdolsky kündigt die flächendeckende Initiative vorerst für 50 bis 69-jährige Frauen an

Wien - Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky betonte anlässlich des Internationalen Brustkrebstages am 1. Oktober die Notwendigkeit einer österreichweiten Vorsorgeinitiative gegen Brustkrebs. "Mit einem flächendeckenden Mammographie-Screening, an dem alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren teilnehmen können, verbessern wir die Heilungschancen bei Brustkrebs um bis zu 90 Prozent", so die Gesundheitsministerin. Mammographie sei die verlässlichste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs.

Brustkrebs sei die bösartigste Krebserkrankung, von der fast ausschließlich Frauen betroffen sind. Jährlich wird bei rund 4.800 Österreicherinnen die Diagnose Brustkrebs gestellt. Rund 1.600 Frauen sterben an Brustkrebs. "Als Gesundheitsministerin, Ärztin und Frau will ich mich mit diesen Zahlen, hinter denen sich das Leid tausender Frauen und ihrer Angehörigen verbirgt, nicht abfinden", bekräftigt Kdolsky.

Bisher in fünf Bundesländern

Seit 2006 wird in fünf österreichischen Modellregionen - Wien, Burgenland, Vorarlberg, Salzburg und Tirol - ein Brustkrebs-Screening nach EU-Kriterien durchgeführt. Alle 50 bis 69-jährigen Frauen werden im Zweijahresabstand mittels Recall-System zur Mammographie eingeladen und an genau definierten Brustkrebszentren untersucht. "Ziel ist, bereits 2010 ein flächendeckendes Mammographie-Screening in Österreich umsetzen zu können", so die Gesundheitsministerin weiter.

"Früherkennung von Brustkrebs verbessert signifikant den Behandlungserfolg. Vielen Frauen wird dadurch das Leben gerettet", betont die Gesundheitsministerin. Rechtzeitig diagnostizierter Brustkrebs lasse sich nicht nur schonender behandeln, sondern trage auch zu mehr Lebensqualität bei.(red)

 

 

  • Elektronische Darstellung eine Tumors

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