Heiß und kalt: September teils bis zu 1,5 Grad zu kühl

30. September 2008, 11:11
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Wetter zum Wochenende hin kalt und regnerisch, Sonntag wieder trocken und sonnig

Erst sommerliche Hitze, dann der Kälteschock - so präsentierte sich das Wetter im September. Während man am Monatsanfang noch kräftig ins Schwitzen kam, war die zweite Monatshälfte vor allem eines: zu kalt. Die Monatsmittel liegen daher heuer, wie auch im September vergangenen Jahres, verbreitet unter dem langjährigem Durchschnitt. Im Westen war es um bis zu 1,5 Grad zu kühl, im Osten finden sich teils auch normale Monatsmittel, so die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in einer Aussendung.

Zunächst erfreute Hitze mit bis zu 30 Grad die Gemüter, am wärmsten war es am 6. September in Andau im Burgenland mit 32,9 Grad. Doch nach dem 12. September wendete sich das Blatt und die Tagesmittelwerte sanken innerhalb von drei bis vier Tagen um bis zu 15 Grad. Nachttemperaturen unter dem Gefrierpunkt wurden nicht nur in Alpentälern, sondern auch im Norden und Osten gemessen. Der Tiefstwert lag, wenn man von hoch gelegenen Stationen absieht, bei minus 3,2 Grad in St. Michael im Lungau und Seefeld in Tirol am 28. September.

Niederschläge nicht ganz so intensiv wie im Vorjahr

Im Gegensatz zum Vorjahr fielen die Niederschläge nicht ganz so intensiv aus: In der Westhälfte des Landes und bis in die Steiermark liegen die Regenmengen um den Normalwert oder darunter, lediglich in Niederösterreich und im nördlichen Burgenland musste man überdurchschnittlich oft den Regenschirm auspacken. Extremwerte lieferten Kärnten, wo es teilweise weniger als 50 Prozent der normalen Menge regnete und St. Pölten, wo 192 Prozent der Durchschnittsmenge vom Himmel fielen.

Auch Sonnenstunden blieben teils Mangelware, teils wurde der Normalwert aufgrund der zuletzt sonnigen Tage gerade noch erreicht. Spitzenreiter war Eisenstadt mit 171 Sonnenstunden, am düstersten war es in Salzburg mit nur 124 Stunden Sonnenschein - im Vergleich zum Normalwert entspricht das 74 Prozent. Eine annähernd normale Anzahl erreichte nur Graz mit 167 Sonnenstunden (97 Prozent).

Abkühlung am Donnerstag

Der Oktober beginnt mit eher wenig Regen und noch recht milden Temperaturen von 13 bis 20 Grad, prognostizierte die ZAMG. Am Donnerstag kühlt es langsam ab. Regenschauer gibt es am Vormittag vor allem im Süden, im Laufe des Tages breiten sich diese dann auf das restliche Land aus. Ähnlich präsentiert sich auch der Freitag, es regnet den ganzen Tag und kühlt kräftig ab, die Höchstwerte erreichen acht bis 15 Grad. Im Westen sinkt die Schneefallgrenze auf bis zu 1.000 Meter.

Am Samstag lässt der Regen nach, nur an der Alpennordseite ist noch vermehrt mit Schauern zu rechnen. Kälter wird es aber werden, die ZAMG rechnet mit nur vier bis zehn Grad. Erfreulicher ist das Bild am Sonntag: Bei zehn bis 16 Grad ist es trocken und recht sonnig. Durch die Feuchtigkeit ist die Nebelwahrscheinlichkeit allerdings hoch, vor allem in den Tälern dürfte sich dieser auch nur zäh auflösen. Temperaturmäßig bergauf gehen soll es auch zu Wochenbeginn. (APA)

 

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