Kein Geld macht auch nicht glücklich

30. September 2008, 10:59
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Die neue AUF-Eine Frauenzeitschrift widmet sich dem Thema Armut, seinem Tabu und seiner strukturellen Individualisierung

Dass das Thema Armut unter die Haut geht, hat sich auch in der AUF-Redaktion schnell gezeigt, Artikel wurden bei der Beschäftigung damit als doch zu schmerzhaft empfunden, einer wurde zurückgezogen aus Angst vor möglichen Konsequenzen. Armut ein Tabu, weil auch andere davor Angst haben, abzustürzen. Deshalb auch die Pseudonyme im Heft, Armut ist unfreiwillige Seiltänzerei direkt am Abgrund, selbstverständlich ohne Netz.

"Auch wenn so getan wird, als wäre Armut in erster Linie ein individuelles Problem, so ist und bleibt das eine der großen Lügen einer Wohlstandsgesellschaft wie der unseren. Armut ist strukturell gemacht, institutionell gefördert und durch scheinbare Individualisierung zum (unvermeidbaren) Einzelschicksal stilisiert.

Charity ist keine Armutsbekämpfung, Armut muss verhindert, nicht gelindert werden. Armut bedeutet gesellschaftlichen Ausschluss, Ausschluss bedeutet Einsamkeit. Dazu haben sich einige Autorinnen in diesem Heft Gedanken gemacht: Es geht um Teilhabe, Solidarität und Vernetzung", schreiben die Redakteurinnen von AUF in der neuen Ausgabe, Nr. 141. (red)

  • Das Cover der neuen AUF
    AUF-Cover

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