Pöck wechselt zu den Islanders

29. September 2008, 21:35
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Kärntner Verteidiger geht von den New York Rangers zum Lokalrivalen und spricht von "einem verfrühten Weihnachtsgeschenk"

New York - Die Situation des österreichischen NHL-Exports Thomas Pöck hat am Montag eine erfreuliche Wendung genommen. Der Verteidiger, der bei seinen New York Rangers aufs "Abstellgleis" geschoben worden war, ist zum Liga- und Lokalrivalen New York Islanders gewechselt. "Es ist wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk", zeigte sich der österreichische Nationalteam-Spieler erleichtert.

Erst am Ende der vergangenen Woche war Pöck von den Rangers ins AHL-Farmteam Hartford Wolf Pack beordert worden, wenige Tages später erhält der Sohn des ehemaligen österreichischen Teamchefs Herbert Pöck nun eine "zweite Chance", wie er sagte. "Ich bin sehr glücklich. Die Zeit bei den Rangers war schön, hier habe ich mein erstes NHL-Spiel bestritten. Aber der Club ist abgehakt", blickte Pöck der neuen Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen.

"Um zwölf Uhr war die Deadline"

Eigentlich hatte Pöck, der im März 2004 für die Rangers als dritter Österreicher in der nordamerikanischen Eliteliga debütierte, nicht mehr mit einem Transfer gerechnet. "Um zwölf Uhr (Montag-Ortszeit, Anm.) war die Deadline. Bis fünf Minuten vor zwölf hat mir keiner etwas gesagt, dann hat man mich ins Hartford-Büro geholt und mir vom Deal erzählt", erinnerte sich Pöck an die entscheidenden Minuten.

Wenig später befand er sich bereits am Weg ins Teamcamp seines Neo-Clubs, am Dienstag um 10.00 Uhr stand die erste Trainingseinheit an. Die Ziele sind klar: "Ich will unter die ersten Sechs", meinte Pöck zuversichtlich. Seine Chancen wollte er aber noch nicht genau abwiegen. "Ich habe keine Ahnung, was mich genau erwartet."

Dass Pöck auf Einsätze brennt, ist verständlich. In der vergangenen Saison stand er in der NHL nur einmal am Eis. Insgesamt brachte er es bei den Rangers auf 59-NHL-Spiele (7 Treffer, 7 Assists), lediglich in der Saison 2006/07 (44) gehörte er zum Stammpersonal. In der AHL absolvierte der ehemalige US-College-Crack, der beim KAC groß wurde, insgesamt 195 Partien (23 Tore, 89 Vorlagen) - alle für Hartford. In der Saison 2005/06 wurde er zudem in das "Second All-Star-Team" der AHL gewählt.(APA)

 

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    "Die Zeit bei den Rangers war schön, aber der Club ist abgehakt"

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