Madrid gibt Nachkommen von Exil-Spaniern Staatsangehörigkeit

29. September 2008, 16:25
1 Posting

Kinder und Enkel von Flüchtlingen der Franco-Diktatur sowie Brigadisten haben Anspruch - Insgesamt 1,5 Millionen Staatsbürgerschaften - Die meisten leben in Argentinien und Kuba

Madrid - Spanien will bis zu 1,5 Millionen Nachkommen von Exil-Spaniern aus der Zeit des Bürgerkriegs und der Franco-Diktatur zu spanischen Reisepässen verhelfen. Wie die Zeitung "El País" am Montag berichtete, können die Kinder und Enkel von spanischen Flüchtlingen von Ende Dezember an die spanische Staatsangehörigkeit beantragen.

1,5 Millionen Exilierte

Das Gesetzesvorhaben solle für die Nachkommen all jener Spanier gelten, die im Bürgerkrieg (1936-1939) und unter dem Regime des Diktators Francisco Franco (1939-1975) ins Ausland geflüchtet waren. Bis zu 1,5 Millionen Angehörige von Exil-Spaniern, die auf die spanische Staatsangehörigkeit hatten verzichten müssen, könnten auf diese Weise spanische Pässe erhalten. Die Hälfte davon lebt nach Angaben der Zeitung in Argentinien und Kuba.

Das Vorhaben soll auch für die Angehörigen der Internationalen Brigaden gelten, die im Bürgerkrieg aus Staaten in aller Welt nach Spanien gekommen waren und auf der Seite der republikanischen Armee gegen die Franco-Truppen gekämpft hatten. Von den Zehntausenden von "Brigadistas" leben etwa noch 1000. (APA/dpa)

 

Share if you care.