Topkino: "Kroatische Filmtage"

29. September 2008, 16:04
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Das Wiener Top Kino widmet sich an drei Tagen dem zeitgenössischen kroatischen Film - "Dass die Kroaten auch über sich selbst lachen können, ist ein vollkommen neuer Aspekt"

Von 13. bis 15. Oktober können sich BesucherInnen über die Qualität zeitgenössischer kroatischer Spiel-, Animations- und Avantgardefilme im Wiener Topkino überzeugen. Ivan Paic, Kurator der Kroatischen Filmtage 08 zeigt sich positiv über die Tatsache, dass der kroatische Films wieder im Aufwind ist.

Aspekte krotischen Lebens

Ziel sei es, die aktuelle Situation der kroatischen Gesellschaft vor dem Hintergrund der geschichtlichen Entwicklung darzustellen, so der Kurator bei der Pressekonferenz. "Dazu haben wir Regisseure mit einem aufrichtigen ästhetischen Anspruch ausgewählt. Wir wollen zeigen, dass die Kroaten auch über sich selbst lachen können, was ein vollkommen neuer Aspekt des kroatischen Films ist."

Mit der Dokumentation "Wie schlägt man den Tag tot" von Ivona Juka werden die Filmtage am 13. Oktober eröffnet. Weiters stehen die Spielfilme "Singt mir ein Liebeslied" von Goran Kulenovic, "Slavas Hundert Minuten" von Dalibor Matanic, "Armin" von Ognjen Svilicic und "Passage des Grafen Draskovic" von Zeljko Saric auf dem Programm. Aus der mittlerweile wieder geschlossenen Zagreber Zeichentrickfilmschule wird es eine 90-minütige Werkschau geben, ebenso zeigt das Top Kino eine Zusammenfassung verschiedener Avantgardewerke. Alle Filme sind deutsch untertitelt.

Förderwürdig

Kultur Kontakt Austria fördert die Kroatischen Filmtage mit 5.000 Euro. "Wir unterstützen alle Bereiche zeitgenössischer Kunst in Osteuropa. Dabei achten wir darauf, dass das Geld den Kulturschaffenden direkt zu Gute kommt", sagte die Projektkoordinatorin Nicole Marjanovic-Zoubek.

Der Vorsitzende der Österreichisch-Kroatischen Gesellschaft, Werner Varga, hofft, mit Hilfe der Filmtage eine kulturelle und gesellschaftliche Brücke zu schlagen: "Das Filmfestival findet heuer bereits zum dritten Mal statt. Wir wünschen uns eine langfristige Perspektive unabhängig von den politischen Ereignissen in Kroatien und Österreich und wollen die kroatischen Filmemacher in Wien bekannter machen", so Varga. (APA)

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