Experten uneinig über Rolle der "Krone"

29. September 2008, 15:44
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Ulram: 39 Prozent der Krone-Leser wählten SPÖ - Ogris sieht "geringe Effekte"

Unterschiedlich beurteilen Meinungsforscher den Einfluss der Kronenzeitung auf das Wahlverhalten. So meinte Politikwissenschafter Peter Ulram bei der Präsentation einer Umfrage vom VP-nahen Fessel & GfK am Montag, dass SPÖ und FPÖ bei Krone-Lesern überdurchschnittliche Stimmenanteile erreichen konnten. Günter Ogris vom SORA sieht hingegen "geringe Effekte".

Konkret haben laut Fessel-GfK 39 Prozent der Exklusivleser des Kleinformats ihr Kreuzerl bei der SPÖ gemacht, bei Kombi-Lesern (Krone und eine andere Tageszeitung) waren es 36 Prozent. 26 Prozent jener, die ausschließlich das Kleinformat lesen, haben sich laut Umfrage für die FPÖ entschieden.

Eine Studie des SORA-Instituts kommt hingegen nur auf marginale Effekte. So hielten sich die Gewinne und Verluste für die SPÖ bei Kronenzeitung-Lesern die Waage, so Ogris. Bei der ÖVP habe es ganz leicht höhere Verluste als bei den anderen Parteien gegeben, im Verhältnis zum Gesamtwahlergebnis sei aber auch dieses Ergebnis nicht signifikant, so der Experte. (APA)

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