Privatunternehmen glückt Start einer Trägerrakete ins All

29. September 2008, 12:30
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SpaceX des PayPal-Mitbegründers Elon Musk hat große Pläne: Kostengünstige Alternative für staatliche Weltraumagenturen zu sein - sogar bemannte Raumfahrt im Visier

Los Angeles - Ein Weg der Hoffnungen und Enttäuschungen hat ein glückliches Ende gefunden: Nach drei misslungenen Versuchen, denen unter anderem die Asche des "Star Trek"-Darstellers James Doohan ("Scotty") zum Opfer fiel, hat das amerikanische Privatunternehmen SpaceX nun erstmals eine Trägerrakete ins All geschossen. Die Falcon 1 brachte am Sonntag nach dem Start im Südpazifik eine 165 Kilogramm schwere Ladung in eine Umlaufbahn.

"Das bedeutet wirklich viel", sagte SpaceX-Gründer Elon Musk, der auch Mitbegründer des elektronischen Bezahlsystems PayPal ist. "Es gibt nur ein paar Länder auf der Erde, die das getan haben. Es ist üblicherweise eine staatliche Sache, keine unternehmerische. Wir haben es geschafft." SpaceX will die zweistufige Falcon 1 zu einer preiswerten Alternative zur Beförderung von Satelliten ins All machen. Die 21 Meter hohe Trägerrakete kostet umgerechnet 5,4 Millionen Euro das Stück.

Fehler sollen endlich behoben sein

2006 scheiterte der Jungfernflug durch ein Treibstoffleck, im vergangenen Jahr erreicht die Falcon zwar eine Höhe von 290 Kilometern, die erste Stufe stieß nach der Trennung aber mit der zweiten zusammen. Im August ging die dritte Falcon verloren. Sie hatte drei US-Satelliten und die Asche von Verstorbenen, darunter die von Astronaut Gordon Cooper und James Doohan an Bord.

Musk kündigte an, sein Unternehmen plane weitere Raketenstarts. Die technischen Fehler seien beseitigt worden, die zum Scheitern der vorangegangenen Starts geführt hätten. SpaceX entwickelt auch ein Raumfahrzeug, Falcon 9, das nach dem Ende des US-Shuttle-Programms zur Internationalen Raumstation ISS fliegen können soll. Ein weiteres Projekt, das unter dem Namen "SpaceX Dragon" läuft, hat bemannte Raumfahrt zum Ziel: bis zu sieben Menschen sollen mit dem Fahrzeug ins All gebracht werden können. (APA/AP/red)

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SpaceX

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    Eine Rakete vom Typ Falcon 1 (Archivbild aus dem Jahr 2005)

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