Das harte Los der Fußgänger

29. September 2008, 11:48
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Wer Mexiko City ungeschadet überstehen will braucht eine gute Portion Vernunft. Aber auch Risikobereitschaft ist gefragt, will man voran kommen

Mexiko City ist gefährlich! Nicht nur nachts sondern auch tagsüber ist es ein unkalkulierbares Risiko den Fuß vor die Tür zu setzen.

Erreicht man die andere Straßenseite lebend, so kann man von Glück sprechen. Bist jetzt hatte ich Glück - und nein, ich spreche nicht von der hohen Kriminalitätsrate sondern vom harten Los, dass alle Fußgänger dieser Stadt trifft.

Mexiko City ist, wie andere amerikanische Städte auch, ausschließlich für Autos konzipiert. Zebrastreifen und Fußgängerampeln gibt es entweder gar nicht oder sie werden schlichtweg ignoriert. Und da der Verkehr so gut wie nie zum Stoppen kommt, wird es zum Nervenkitzel den richtigen Moment zu erwischen um sich auf die andere Seite zu retten.

Abgesehen von der Gefahr im Straßenverkehr fühle ich mich in dieser Stadt aber sicher - sicher mit Vorbehalt! Das Risiko bleibt kalkulierbar, wenn man sich an die Gesetze dieser Stadt hält. Tagsüber sind die meisten Viertel rund um das Zentrum ruhig und unauffällig, problematischer wird es wenn die Nacht hereinbricht.


Von oben kann man das Verkehrschaos in Mexiko City besonders gut beobachten. Foto: Katja Fleischmann

An romantische Spaziergänge durch idyllisch beleuchtete Straßen ist nicht zu denken, vielmehr sollte man sicherstellen die richtige Nummer für sichere Taxis dabei zu haben. Und viel später als Mitternacht sollte man besser nicht mehr alleine draußen unterwegs sein. Das sagt zumindest mein mexikanischer Freund César, der sich gerne daran zurückerinnert wie er in Wien zu jeder nur erdenklichen Uhrzeit allein durch die Straßen gelaufen ist.

In Mexiko City wäre das undenkbar und ich werde auch nichts daran setzen es auszuprobieren. (Katja Fleischmann)

  • Jetzt ist er da der Moment, um in Schlangenlinien auf die andere Straßenseite zu laufen
    foto: katja fleischmann

    Jetzt ist er da der Moment, um in Schlangenlinien auf die andere Straßenseite zu laufen

  • Soll ich oder soll ich nicht? Das Überqueren der Straße ist fast unmöglich.
    foto: katja fleischmann

    Soll ich oder soll ich nicht? Das Überqueren der Straße ist fast unmöglich.

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