Hart, aber süß

29. September 2008, 14:10
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Keks und Wein? Cantuccini machen es möglich - Das beliebte italienische Mandelgebäck feiert seinen 150. Geburtstag

Die Geschichte der Cantucci beginnt vor 150 Jahren in der toskanischen Stadt Prato: Am 29. September 1858 erfand dort der Bäckermeister Antonio Mattei in der Via Ricasoli 22 das Rezept für die "Biscotti di Prato" - so der Originalname. Jetzt kennt man die "Kekse aus Prato" als Cantucci (italienisch für "Ecke", "Kante") oder Cantuccini.

Cantuccini werden besonders gern zu Süßwein geknabbert: Typische Begleitung für die Kekse ist Vin Santo, ein klassischer toskanischer Dessertwein. Aber auch Passito di Pantelleria oder dem Moscato sind passend.

Zweimal gebacken

Das Geheimnis der Cantucci oder Cantuccini liegt in der Zubereitung: Die Kekse werden wie Zwieback zweimal gebacken. Der Teig wird wie ein kleiner Brotlaib geformt und ein erstes Mal in den Ofen geschoben. Dann wird er in Scheiben geschnitten und nochmals gebacken. Dadurch werden die Kekse mürbe und haltbar - bis zu drei Monaten. Die Zutaten sind simpel: Mandeln, Zucker, Eier, Mehl und ein wenig Zitronenschale.

Seit 1908 wird Antonio Matteis Backstube in der Via Ricasoli von der Familie Pandolfini geleitet, die das Traditionsunternehmen bereits in dritter Generation führt. Berühmt ist die himmelblaue Originalverpackung der Keksfabrik.  (APA/red)

 

  • 150 Jahre Cantuccini: Das Mandelgebäck aus der Toskana ist weltweit bekannt und beliebt
    foto: www.antoniomattei.it

    150 Jahre Cantuccini: Das Mandelgebäck aus der Toskana ist weltweit bekannt und beliebt

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