Israel riegelt Westjordanland während jüdischem Neujahrsfest ab

29. September 2008, 06:25
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Aus Angst vor Anschlägen - Maßnahme gilt bis Mittwoch um Mitternacht

Jerusalem - Aus Angst vor Anschlägen während des jüdischen Neujahrsfests (Rosch Haschana) hat die israelische Armee die komplette Abriegelung des Westjordanlands verfügt. Damit ist Palästinensern die Einreise nach Israel verboten. Diese Maßnahme gelte bis Mittwoch um Mitternacht, teilte ein Armeesprecher am Sonntagabend in Jerusalem mit.

Ausnahmen sollen nur aus humanitären und medizinischen Gründen gemacht werden. Auch bestimmten Arbeitern und offiziellen Vertretern soll die Einreise gestattet werden.

Armee in erhöhter Alarmbereitschaft

Zur Begründung hieß es, das jüdische Neujahrsfest, das ab Montag gefeiert wird, sei ein sehr sensibler Zeitpunkt. Die Armee sei deshalb auch in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Gleichzeitig wolle sie alles tun, um das Alltagsleben der Palästinenser im Westjordanland nicht zu erschweren, versicherte der Sprecher.

Derartige Abriegelungen an jüdischen Feiertagen sind Routine, weil palästinensische Terroranschläge befürchtet werden. Über den Gaza-Streifen hat Israel generell Blockaden verhängt, seitdem dort die radikal-islamische Hamas im Juni 2007 die Macht übernommen hat. (APA/AP)

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