Beckstein: Personelle Konsequenzen nach Wahldebakel keine Lösung

28. September 2008, 22:35
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Auch Huber sieht keien Grund für Rücktritt - Verhandlungen der CSU mit allen Parteien - Am Wahrscheinlichsten ist eine Koalition mit der FDP

München - Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hat personelle Konsequenzen nach dem desaströsen Abschneiden seiner Partei erneut abgelehnt. "Ich glaube nicht, dass eine personelle Veränderung die entscheidende Wende brächte", sagte Beckstein am Sonntagabend im ZDF. Der Regierungschef nannte es eine "neue Erfahrung" für die CSU, in Bayern nun in eine Koalition eintreten zu müssen. "Wir sind das nicht gewohnt." Es werde Gespräche auch mit der SPD geben. "Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das zu einem Ergebnis führt." Auch die Freien Wähler "sind für uns schwierig", erläuterte der Regierungschef. Als am wahrscheinlichsten gilt eine Koalition der CSU mit der FDP.

Huber will bleiben

Auch der CSU-Vorsitzende Erwin Huber sieht nach dem Wahldebakel vom Sonntag keinen Grund für Rücktritte in der Partei. In der ARD-Talkshow "Anne Will" sagte er am Sonntagabend, man müsse nach den schweren Verlusten bei der Landtagswahl gründlich über Konsequenzen reden. Es sei aber nicht die Stunde, nach personellen Veränderungen zu rufen. Und das habe auch keiner in der CSU getan. Wörtlich nannte es Huber "kurzsichtig und falsch, einige Leute zu Sündenböcken zu stempeln". Erster Aufschluss, ob es tatsächlich zu personellen Konsequenzen kommt, wird von der CSU-Vorstandssitzung am (morgigen) Montag (10.00 Uhr) in München erwartet. (APA/dpa)

 

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