586.759 Briefwähler können das Ergebnis noch ändern

28. September 2008, 21:25
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Auszählung der letzten Stimmen erst am 6. Oktober

Die Meinung von 586.759 Wählern ist im Ergebnis, das am Sonntagabend bekanntgegeben wurde, noch nicht berücksichtigt: Sie haben eine Wahlkarte beantragt. Seit der Wahlrechtsreform 2007 ist es möglich, aus dem In- und Ausland seine Stimme per Brief abzugeben. Fast zehn Prozent der Österreicher haben davon Gebrauch gemacht.

Erst am 6. Oktober wird es ein vorläufiges Endergebnis inklusive Wahlkarten geben: Spätestens heute in einer Woche müssen alle Wahlkarten bei den Bezirkswahlbehörden eingetrudelt sein, ab 14 Uhr wird ausgezählt. Einen Zwischenstand gibt es bereits morgen, Dienstag. Dann werden jene Wahlkarten ausgezählt, die schon vor dem Wochenende eingelangt sind.

2006 beantragten über 400.000 Österreicher eine Wahlkarte, etwa 260.000 haben tatsächlich damit gewählt. Damals wanderte nach der Auszählung noch ein Mandat vom BZÖ zu den Grünen, Letztere überholten schließlich die FPÖ um ein paar hundert Stimmen und wurden erstmals dritte Kraft.

Wie es nach Bekanntwerden des Endergebnisses weitergeht, entscheidet Bundespräsident Heinz Fischer: Er beauftragt einen Parteichef - in der Regel den der stimmenstärksten Fraktion - mit der Regierungsbildung. Bei seiner Stimmabgabe Sonntagmittag in Wien-Josefstadt erinnerte er an die Wichtigkeit von Wahlen: "In der Demokratie sind Wahlen einfach die wichtigste Weichenstellung." (red/DER STANDARD Printausgabe, 29. September 2008

 

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