52 Flüchtlinge vor Jemen ertrunken

28. September 2008, 21:13
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Boot trieb tagelang im Meer

Sanaa - Vor der Küste Jemens sind nach Angaben der UNO mindestens 52 somalische Flüchtlinge ertrunken. Das Flüchtlingskommissariat UNHCR erklärte am Sonntag, die Küstenwacht habe 71 Überlebende von einem Schiff nahe der Küste bergen können. Die meisten Todesopfer seien von den anderen Passagieren während der 18-tägigen Irrfahrt über Bord geworfen worden, vier Verletzte seien später im Spital gestorben.

Das Boot verließ Somalia den UNO-Angaben zufolge am 3. September mit 124 Passagieren an Bord. Wenige Stunden später versagte der Motor und die Besatzung verließ das Schiff mit einem anderen Boot und kehrte nicht zurück. Drei Passagiere versuchten, an Land zu schwimmen. Zwei von ihnen gelang es, die Rettungskräfte zu alarmieren. Der dritte ertrank.

Hunderte Afrikaner versuchen jedes Jahr, den Jemen zu erreichen. Dort werden sie in Flüchtlingslager untergebracht oder arbeiten für weniger als einen Dollar am Tag in den Städten. Das UNHCR erklärte, allein heuer seien schon mindestens 31.192 Flüchtlinge von Schmugglern in den Jemen gebracht worden. (APA/ag.)

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