Zögerliche Nachfrage nach Selbstporträt von Kate Moss

28. September 2008, 21:15
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Auktion in London: Lippenstift-Malerei wurde erst im Nachhinein verkauft - Chancenlos blieb ein Werk von Pete Doherty

London - Ein mit Lippenstift gemaltes Selbstportrait des britischen Topmodels Kate Moss hat bei einer Auktion am Samstag in London nur mühsam einen Käufer gefunden. Das höchste Gebot bei der Vetrsteigerung selbst sei 25.000 Pfund (31.500 Euro) gewesen, habe also unter dem Schätzwert von 40.000 Euro gelegen, sagte ein Sprecher des Auktionshauses Lyon & Turnbull am Samstag in London. Um mehr als 42.000 Euro wechselte das Bild dann nach der Auktion noch den Besitzer.

Die 34-Jährige hatte das Bild während ihrer stürmischen Beziehung mit Rockstar Pete Doherty gemalt. Das Werk ist nicht signiert, trägt stattdessen aber einen Lippenstift-Kussmundabdruck von Moss sowie Blutstropfen von Doherty und den von dem Sänger geschriebenen Satz: "Wer braucht Blut, wenn man Lippenstift hat?" Das Bild gehörte ursprünglich Doherty, der Sänger verkaufte es jedoch an einen anonymen Käufer, der es nun bei Lyon & Turnbull zur Versteigerung brachte.

Ein ebenfalls bei der Auktion angebotenes Selbstporträt von Doherty, das der Musiker mit seinem eigenen Blut signiert hatte, fand auch keinen Interessenten. Für dieses Bild waren mindestens 10.000 Pfund (12.500 Euro) verlangt worden. Das Selbstporträt von Doherty war auf knapp 13.000 Euro geschätzt worden und trug den Schriftzug "Schau, was sie dem Jungen angetan haben."

Moss als Kunstobjekt hat dagegen weiter Saison: Ein lebensgroßer Akt, den der britische Künstler Lucian Freud von Moss gemalt hatte, war vor drei Jahren für fast vier Millionen Pfund versteigert worden. Das British Museum zeigt ab dem 4. Oktober eine lebensgroße goldene Statue, die der britische Künstler Marc Quinn nach Moss' Abbild schuf. Das Museum für dekorative Künste in Paris plant Ende kommenden Jahres eine eigene Schau über das "Phänomen Moss". (APA/dpa)

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