Chronologie: Die jahrzehntelange CSU-Vorherrschaft in Bayern

28. September 2008, 19:03
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Mit der Außnahme von drei Jahren war die CSU seit 1946 in Bayern immer an der Macht

München - Die CSU konnte in Bayern bisher auf eine jahrzehntelange unangefochtene Vormachtstellung verweisen. Seit 1946 war sie nur knapp drei Jahre lang nicht an der Macht. Eine Chronologie:

1946: Die CSU erreicht bei der Landtagswahl 52,3 Prozent der Stimmen und holt mit 104 von 180 Sitzen eine absolute Mehrheit im Landtag. Ministerpräsident wird Hans Ehard, zunächst an der Spitze einer Koalition, von 1947 an mit einer CSU-Alleinregierung. Von 1950 bis 1954 ist die CSU dann wiederum auf einen Partner angewiesen.

1954: Die CSU wird in die Opposition gezwungen. Als das Bündnis unter Führung der SPD 1957 zerbricht, bildet Hanns Seidel (CSU) eine Koalition und wird zum neuen Ministerpräsidenten gewählt.

1962: Die CSU erobert die absolute Mehrheit der Sitze zurück. Obwohl sie damit auf keinen Koalitionspartner mehr angewiesen wäre, gehört dem Kabinett aber noch ein Politiker der Bayernpartei an.

1966: Die CSU verteidigt ihre absolute Mehrheit der Sitze. Dem Kabinett gehören nur noch CSU-Politiker an. In den folgenden Jahrzehnten ist die CSU auf keinen Koalitionspartner mehr angewiesen. Von 1970 an erreicht sie bei allen Landtagswahlen zudem stets die absolute Mehrheit der Stimmen, also mehr als 50 Prozent.

1974: Die CSU erzielt mit 62,1 Prozent der Stimmen ihr bisheriges Rekordergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt.

2003: Unter Edmund Stoiber erreicht die CSU 60,7 Prozent der Stimmen und holt damit erstmals in ihrer Geschichte eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Mandate im Landtag.

2008: Mit Stimmverlusten im zweistelligen Bereich und dem Verlust der absoluten Mehrheit fährt die CSU ein desaströses Landtagswahlergebnis ein. (APA/dpa)

 

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