Befreiung von Wüsten-Geiseln gelang ohne Blutvergießen

29. September 2008, 21:24
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Laut Nachrichtenagentur ANSA - Ägyptischer Minister hatte von getöteten Entführern gesprochen

Rom - Die Befreiung der in Ägypten entführten Wüstentouristen ist nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur ANSA entgegen anderslautenden Berichten ganz ohne Blutvergießen erfolgt. Die Entführer hätten ihre Geiseln im Moment des Zugriffs der ägyptischen Spezialkräfte bereits verlassen gehabt, berichtete ANSA am Montagabend unter Berufung auf Ermittlungskreise: "Nicht ein einziger Schuss ist gefallen." Die Befreier hätten die verlassenen Geiseln nur noch "auflesen" müssen.

Die europäischen Touristen - fünf Deutsche, fünf Italiener und eine Rumänin - sowie ihre acht ägyptischen Begleiter waren am Montag von einer ägyptischen Eliteeinheit aus einem Lager im Tschad nahe der sudanesischen Grenze befreit worden. Im Widerspruch zu dem ANSA-Bericht hatte Ägyptens Verteidigungsminister Hussein Tantawi angegeben, dass es einen Schusswechsel gegeben habe, bei dem die Hälfte der Kidnapper getötet worden sei. Wie viele das gewesen sein sollten, blieb offen. Die Reisegruppe war am 19. September in einem Wüstengebiet im Süden von Ägypten entführt worden.

Am Dienstag in der Früh nach sind die Geiseln nach Hause zurückgekehrt. Die italienische Militärmaschine landete gegen 01.45 Uhr in Turin. Die drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 48 und 72 Jahren hatten Kairo am Montagabend verlassen. Die zusammen mit den Italiener gekidnappten fünf Deutschen werden ebenfalls am heutigen Dienstag zurück in ihrer Heimat erwartet. (APA/AFP)

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