"Ab 2015 wird Brasilien mehr Bäume pflanzen als fällen"

29. September 2008, 10:43
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Umweltminister Carlos Minc will "aggressiv" in Aufforstungsprojekte in entwaldeten Regionen investieren

Brasilia - Bald soll der Amazonas-Regenwald nach jahrhundertelanger Zerstörung erstmals wieder wachsen: Der brasilianische Umweltminister Carlos Minc kündigte ein Ende der Nettoabholzung bis 2015 an. "Ab 2015 wird Brasilien mehr Bäume pflanzen als fällen", versprach Minc in Brasilia. Schon jetzt gingen die illegalen und die legalen Abholzungen zurück, während gleichzeitig immer mehr Bäume gepflanzt würden, versicherte der Minister. Minc sagte, die Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva werde "aggressiv" in Aufforstungsprojekte in entwaldeten Regionen investieren. Lula habe dazu die Gründung eines Fonds von einer Milliarde Real (etwa 400.000 Euro) bewilligt.

Zu den im Rahmen des "Nationalen Plans zur Klimaänderung" vorgesehenen Maßnahmen gehörten die Verstärkung der Umweltpolizei um 2.500 Beamte sowie das Ende der Brandrodungen für den Anbau von Zuckerrohr. Zur Senkung des Ausstoßes von Kohlendioxid (CO2) sollen außerdem den amtlichen Angaben zufolge die Ethanol-Produktion bis 2017 um elf Prozent erhöht und die wieder aufgeforsteten Flächen in den kommenden Jahren verdoppelt werden.

Um wie viel der CO2-Ausstoß reduziert und wie viel die Projekte insgesamt kosten sollen, wurde vorerst nicht mitgeteilt. Minister Minc meinte, das Land sei auf die Unterstützung der Privatwirtschaft angewiesen. "Ein Ziel zu haben ist leicht. Schwer ist es, die jeweiligen Sektoren zu überzeugen", räumte er ein. (APA/dpa)

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    Brasiliens Spitzenpolitiker gehen mit gutem Beispiel voran: Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (links) und Umweltminister Carlos Minc pflanzen ein Bäumchen.

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