Stimmen: "Viel zu wenig"

27. September 2008, 20:39
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Rapid - Sturm

Peter Pacult (Trainer Rapid): "Sturm ist eine Mannschaft, die wie wir den Weg nach vorne sucht. Auch wenn es knapp war, aber unter dem Strich geht der Sieg in Ordnung. Vor dem Elfmeter zum 1:0 fängt das schon damit an, dass wir das Spiel sehr gut öffnen. Ein Tor Vorsprung ist dann natürlich immer sehr dünn. Man darf nicht vergessen, dass das 1:1 der zweite Torschuss von Sturm war, der erste war in der 48. Minute durch Haas. Hofmann hat dann beim 2:1 die Ruhe gehabt und das Tor gut aufgelegt."

Stefan Maierhofer (Torschütze Rapid): "Das war ein ganz klarer Elfmeter, normalerweise hätte es eine Gelbe oder Rote Kate wegen Torraubs geben müssen. Tore wie meines zum 2:1 sind oft die schwierigsten, da haben schon Spieler von ganz anderem Kaliber drüber oder daneben geschossen."

Steffen Hofmann (Torschütze und Kapitän Rapid): "Momentan habe ich beim Elfmeter das Selbstvertrauen, dass ich weiß, dass ich den Ball ins Tor schieße. Spiele wie heute gegen Sturm machen mehr Spaß als Partien wie gegen Ried, weil da die andere Mannschaft auch Fußball spielen möchte."

Franco Foda (Trainer Sturm Graz): "Lässt man die gesamten 90 Minuten Revue passieren, dann hat Rapid verdient gewonnen. Rapid war vor der Pause viel besser, danach haben wir aber ins Spiel gefunden und sind zum Ausgleich gekommen. Ich hatte sogar das Gefühl, dass der Siegestreffer möglich war. Auf der zweiten Hälfte können wir aufbauen, so muss man auswärts auftreten. Muratovic ist nur einer von mehreren Sturm-Spielern, die derzeit nicht in Form sind. Niederlagen gehören zum Fußball, damit muss man umgehen können.

Andreas Hölzl (Torschütze Sturm Graz): "Das war von der gesamten Mannschaft viel zu wenig, wir haben verdient verloren. Wir hätten uns mehr trauen müssen und aggressiver zu Werke gehen müssen. Jetzt müssen wir wieder einmal gewinnen, dann wird es wieder funktionieren."

Austria Kärnten - Austria Wien

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Niemand hätte erwartet, dass die Austria Tabellenführer ist. Aber sie treten als Einheit auf. Die Austria hat Klasseleute, die das Spiel entscheiden können. Dann stehst du am Ende mit leeren Händen da. Die Tore, die wir gegen Kapfenberg zu viel gemacht haben, sind uns heute nicht gelungen. Aber wir können mit erhobenem Haupt vom Platz gehen, haben alles gegeben."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Es war ein ganz intensiv geführtes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Kärnten hätte auch als Sieger vom Platz gehen können. Kärnten war über weite Strecken die stärkere Mannschaft. Wir müssen die Siege sehr schwer erkämpfen, Sieg und Niederlage liegen immer sehr knapp beisammen. Kärnten hat mit den Brasilianern eine gute Spielkultur."

Joachim Standfest (Austria-Verteidiger): "Das Foul bei meinem Fallrückzieher kann er (Schiedsrichter, Anm.) geben, er muss es aber nicht geben. So ein Tor wird mir wohl nicht mehr gelingen, insofern hätte er es mir schon gönnen können. Es war ein offener Schlagabtausch mit hohem Tempo, am Ende waren wir auch die glücklichere Mannschaft."

Mattersburg - Salzburg

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Das ist sehr bitter, vor der Pause hatten wir außer dem Tor weitere Konterchancen. Da hat leider wieder der letzte Pass nicht gepasst. Nach der Pause war klar, dass die Salzburger mehr machen müssen. Eigentlich haben wir über die gesamte Spielzeit die Ordnung gehalten und das Konzept durchgezogen, aber Konzentrationsfehler passieren eben immer, und momentan wird bei uns jeder Fehler schwer bestraft.

Vorne sind wir derzeit glücklos, und hinten kassieren wir Tore, die allesamt fürs Tor des Monats infrage kommen. Die Fans zahlen Eintritt und können Transparente aufhängen, wann immer sie wollen. Aber man kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Wir werden weiterarbeiten und uns bis Freitag wieder aufrichten. In Ried wollen wir mindestens einen Punkt."

Co Adriaanse (Salzburg-Trainer): "Wir sind nicht scharf genug ins Spiel reingegangen und haben zu Beginn viele Zweikämpfe verloren. Nach dem 0:1 ist es sehr schwierig, gegen die vielen, langen Mattersburger zu Chancen zu kommen. Nach der Pause waren wir konditionell klar überlegen, wir haben den Druck erhöht. Und ich hatte mit der Einwechslung der beiden Torschützen ein glückliches Händchen, wie man in Österreich sagt. Jetzt wartet auf uns die entscheidende Woche im UEFA-Cup. Wir müssen versuchen, am Donnerstag Sevilla zu schlagen und in die Gruppenphase zu kommen."

Johan Vonlanthen (Salzburg-Torschütze): "Ich bin sehr glücklich. Manchmal geht es sehr schnell, man kommt rein und hat gleich das Glück. Ich habe die letzten Wochen nicht nur negativ gesehen, ich habe probiert, positiv zu bleiben. Aber ich spüre, dass noch viel mehr in mir drinnen ist. Ich muss im Training noch mehr tun, um meinen Platz in der Mannschaft zu erkämpfen. Heute bin ich vielleicht ein Stück näher an die Mannschaft heran gekommen. Hoffentlich spielen wir weiterhin so gut."

LASK - Kapfenberg

Ivica Vastic (LASK-Stürmer, Torschütze des 2:0, wird am Montag 39 Jahre alt): "Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Spiel sehr gut für uns gelaufen ist. Kapfenberg hat gut gespielt, war kämpferisch gut da. Wir haben zum Glück heute auch mit Cavlina einen hervorragenden Tormann gehabt. Das erste Tor war glücklich, das zweite schön herausgespielt."

Andrej Panadic (LASK-Trainer, über Vastic): "Der junge Mann spielt noch immer sehr guten Fußball. Mit dem Spiel bin ich zufrieden. Man hat aber gemerkt, dass die Spiele gegen und besonders in Mattersburg extrem viel Kraft gekostet haben. Besonders bei Prager und Panis ist das aufgefallen. Sehr wichtig ist es nun, mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wir haben in diesen 90 Minuten sehr guten Fußball gespielt, vor allem in der zweiten Halbzeit. Die Schlüsselszene war für mich das Abseitstor zum 1:0 und dann, dass Liendl den Ball nicht ins leere Tor gebracht hat. Wenn uns das 1:1 gelingt, schaut es anders aus. Mit der spielerischen Leistung bin ich vor allem nach der letzten Auswärtspartie (Anm.: 0:6 bei Kärnten) sehr zufrieden. Mir tun die Buben leid, dass sie kein Remis geschafft haben."

Altach - Ried

Urs Schönenberger (Altach-Trainer): "Zu Beginn war es ein gegenseitiges Abtasten, dann hat die erste Hälfte aber uns gehört. Wir hatten Chancen auf das 1 oder 2:0, haben aber wieder kein Tor gemacht. Wir waren einen Moment nicht konzentriert, das wird sofort bestraft. Es war ein stehender Ball, wir haben dabei nicht konzentriert gearbeitet."

Zu Ailton: "Das war zu wenig, ganz klar. Auch er muss dafür arbeiten, dass er Bälle bekommt. Er braucht noch Zeit."

Zur Situation: "Wir haben unter mir drei Spiele verloren, alle drei waren aber eng, wir hätten Punkte sammeln können. Wir konnten jeden Gegner an den Rand der Niederlage bringen. Der Abstiegskampf wird aber erst im Mai entschieden, aber irgendwann müssen wir jetzt schon wieder einmal punkten."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Wenn man 1:0 führt bekommt man automatisch Chancen. Wir haben die Konter aber nicht zu Ende gespielt. Wir bleiben auf dem Boden, wir gehören in die untere Hälfte. Wenn uns der Sprung in die Top-5 noch heuer gelingen würde, wäre das aber super."

Thomas Burgstaller (Ried-Torschütze): "Es war nicht unser bestes Spiel, aber wenn man in Altach knapp gewinnt, ist das auch nicht schlecht. Knipserqualitäten habe ich schon lange."

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