Anschlag in Morelia: Drei Festnahmen

27. September 2008, 10:52
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Bei Attentat am Unabhängigkeitstag starben acht Menschen - Verhaftete gehören zu Drogenkartell

Mexiko-Stadt - Drei mutmaßliche Mitglieder einer Rauschgiftbande sind am Freitag als Urheber des blutigen Anschlags in der mexikanischen Stadt Morelia vom 15. September festgenommen worden. Wie die mexikanische Staatsanwaltschaft am Freitag weiter mitteilte, gehören die drei Männer der Killerbande "Los Zetas" des Golfkartells an. Sie seien geständig.

Bei dem Anschlag in Morelia im Staat Michoacan waren acht Menschen getötet und rund 130 weitere verletzt worden. Die Attentäter hatten auf dem zentralen Platz der Stadt während der Feiern zum mexikanischen Unabhängigkeitstag drei Handgranaten in die Menschenmenge geworfen.


Vier Polizisten in Grenzstadt Tijuana erschossen

In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana haben unbekannte Täter vier Polizisten getötet und die Flucht ergriffen. Unter den Getöteten war auch der stellvertretende Chef der Polizei von Tijuana, wie das Bürgermeisteramt der Grenzstadt mitteilte. Den Angaben zufolge war er in der Nacht auf Freitag mit seinen Begleitern auf einer Patrouillenfahrt von mehreren Fahrzeugen gestoppt worden, aus denen heraus die Täter das Feuer eröffneten. Sie feuerten demnach mehr als 200 Schüsse ab.

Bei Angriffen in anderen Stadtteilen wurden laut dem örtlichen Roten Kreuz vier Polizisten und eine Frau durch Kugeln verletzt. Die direkt an der Nordgrenze Mexikos gelegene Stadt gilt als wichtiger Transitort für den Drogenschmuggel in die USA.

In Mexiko-Stadt stürmte am Freitag ein Sonderkommando der mexikanischen Bundespolizei die Büros der Spezialeinheit zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens (AFI). Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, stehen einige AFI-Mitarbeiter in Verdacht, mit kriminellen Banden zusammenzuarbeiten, die sie eigentlich überführen sollen.

Der Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggel in Mexiko sind seit Jahresanfang mehr als 3.000 Menschen zum Opfer gefallen, obwohl die Regierung mehr als 36.000 Soldaten und Polizisten zusätzlich für den Kampf gegen die Drogenkartelle abgestellt hat. (APA/dpa)

 

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