Gemeinsame Antwort auf die Gefahr aus dem Weltraum

26. September 2008, 15:32
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Gruppe von Wissenschaftern, Astronauten und Rechtsexperten fordert Aktion zur Abwehr von Asteroiden und präsentieren Handlungsvorschläge

San Francisco - Wissenschaftler, Astronauten und Rechtsexperten sehen die Erde mittelfristig in Gefahr und haben sich zusammengetan um Druck zu machen. Sie drängen auf eine internationale Zusammenarbeit zur Abwehr möglicher Asteroiden-Einschläge auf der Erde. "Die Entscheidung, Aktionen zu ergreifen, muss von einer internationalen Staatengemeinschaft gelenkt werden", sagte Apollo-9-Astronaut Rusty Schweickart am Donnerstag (Ortszeit) in San Francisco (US-Staat Kalifornien).

Nach über zweijähriger Zusammenarbeit mit Experten aus aller Welt hat die Raumfahrerorganisation Association of Space Explorers (ASE) einen Bericht mit Handlungsvorschlägen vorgestellt, der Anfang 2009 den Vereinten Nationen (UN) vorgelegt werden soll. Der 1985 gegründeten ASE gehören mehr als 300 Astronauten aus 34 Ländern an.

Abwehr nur international möglich

Einzelne Staaten könnten nicht angemessen auf die Bedrohung durch Asteroiden reagieren, betonte Schweickart. Die Abwehr potenziell gefährlicher Himmelskörper sei technisch machbar, die Abläufe müssten aber von einem internationalen Gremium unter Aufsicht der UN koordiniert werden.

Die Wissenschaftler rechnen damit, dass in den nächsten 10 bis 15 Jahren mit Hilfe neuer Teleskope Hunderttausende weitere Asteroiden entdeckt werden, darunter auch solche, die der Erde gefährlich werden könnten. "So selten schwere Kollisionen vorkommen, umso folgenschwerer können sie sein, hundertmal schlimmer als der größte Hurrikan oder das schwerste Erdbeben", erklärte Schweickart. "Mit relativ preiswerten Methoden ließe sich das verhindern, aber nur wenn wir eine gemeinsame Strategie entwickeln". (APA/red)

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