Sa: Altach will unbedingt punkten

26. September 2008, 14:56
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Schlusslicht seit sechs Runden sieg- und punktlos - SCR-Coach Schönenberger noch nicht sicher, ob Ailton von Beginn an stürmt - Gludovatz: "In Altach genauso schwer, wie gegen Rapid"

Wien - Schlusslicht SCR Altach peilt am Samstag (18.00 Uhr/live Premiere Konferenz) im Heimspiel gegen die SV Ried in der 11. Runde der österreichischen Fußball-Bundesliga den zweiten Saisonsieg an. Die seit sechs Runden sieg- und punktlosen Vorarlberger könnten damit bei einer gleichzeitigen Niederlage des Kapfenberger SV (beim LASK) die Rote Laterne an die Steirer abgeben. Die Rieder strotzen nach dem 1:0-Heimsieg gegen Meister Rapid und sieben Punkten aus drei Spielen allerdings vor Selbstvertrauen.

Ansprechende Leistungen

Der Tabellenletzte brachte gegen die Austria zuletzt zweimal (1:2/0:1) ansprechende Leistungen, blieb jedoch wie in neun von zehn bisherigen Saisonspielen (nur ein Sieg am 29. Juli, 1:0 gegen Sturm Graz) unbelohnt. "Die Leistung stimmt uns positiv, wir haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt ist es mir aber lieber, dass wir schlecht spielen und punkten", betonte Altach-Coach Urs Schönenberger. Nach dem Gegner werden sich die Vorarlberger nicht richten: "Wir wissen, dass sie gegen Rapid gut gespielt haben. Aber wir müssen schauen, dass wir unser Spiel durchbringen", so der Altach-Trainer.

Für einen Erfolg muss vor allem die Chancenauswertung der "Ländle-Kicker" besser werden. "Wir müssen vor dem Tor aggressiver werden und treffen. Dann geht der Mannschaft vielleicht endlich der Knopf auf", sagte Schönenberger. Ob er dem 35-jährigen brasilianischen Goalgetter Ailton erstmals von Beginn an das Vertrauen schenkt, ist noch ungewiss. "Das ist eine Variante", ließ sich der Schweizer Coach, der möglicherweise auf die beiden Stützen Ze Elias und Kai Schoppitsch verzichten muss (beide muskuläre Probleme), nicht mehr entlocken.

Schönenbergers Gegenüber Paul Gludovatz hat sich nach dem Aufwärtstrend seiner Truppe mit einer ganz anderen Sache beschäftigt, nämlich die Mannschaft am Boden zu halten. Der 62-Jährige glaubt aber nicht, dass die Oberösterreicher überheblich auftreten könnten. "Die Spieler sind gut drauf beim Training, jeder ist sich bewusst, dass er jederzeit rausgestellt werden kann. Es gibt einen Druck von innen und außen", sagte der ehemalige ÖFB-Nachwuchs-Teamchef. In der Startelf der Oberösterreicher wird es voraussichtlich höchstens eine Umstellung geben. "Ich bin eher ein Typ, der eine erfolgreiche Mannschaft ungern ändert. Wenn Herwig Drechsel aber voll fit ist, wird er auch spielen", verriet Gludovatz.

Ried auswärts nicht berauschend

Die Rieder, die das erste Saisonduell mit den Altachern im Fill-Metallbau-Stadion durch Tore von Brenner (27.), Lexa (49.) und Salihi (56.) für sich entschieden hatten, wollen jedenfalls zum ersten Mal seit dem 2. September des Vorjahres sowie 18 sieglosen Partien (15 Niederlagen/3 Remis/Letzter Sieg 1:0 gegen Absteiger Wacker Innsbruck) auswärts wieder gewinnen. Gludovatz hat aber nicht nur aufgrund der eigenen Auswärtsmisere Respekt vor dem Gegner. "Die Handschrift von Urs Schönenberger ist schon erkennbar. So wie Altach momentan auftritt, hätten sie beide Partien gegen die Austria gewinnen müssen", wies der Ried-Coach hin.

Die Oberösterreicher müssen auf den derzeit in Ried im Spital liegenden Kujabi verzichten, bei dem sich die Verdachtsmomente bezüglich einer Malaria-Erkrankung verhärtet haben. Brenner kehrt dagegen wieder in den Kader zurück. "Die Chance sich von hinten abzusetzen ist groß", ist sich Gludovatz der Wichtigkeit des Spiels durchaus bewusst. Mit einem vollen Erfolg könnten Drechsel und Co. den Vorsprung auf das Tabellenende auf bereits 14 Zähler vergrößern. "Wir gehören nach wie vor zu den vier, fünf 'Kleinen', Kärnten hat sich davon abgesetzt, wir noch nicht", merkte der Coach der Oberösterreicher an.(APA)

 

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