Molterer für Gleichbehandlung bei Kollektivverträgen

26. September 2008, 15:24
6 Postings

Marek begrüßt Initiative zum "Equal Pay Day", das "zentrales Anliegen" der ÖVP betone: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Wien - ÖVP-Staatssekretärin Christine Marek zeigt sich über die Initiative von ÖVP-Bundesparteiobmann Wilhelm Molterer im Zuge des "Equal Pay Day" erfreut: Mit einem Schreiben wandte sich der Vizekanzler am Donnerstag an Wirtschaftkammerpräsident Leitl und ÖGB- Präsident Hundstorfer, in dem er Chancengleichheit für Frauen am Arbeitsmarkt bei den Kollektivvertragsverhandlungen einforderte, so Marek in einer Aussendung am Freitag.

"Auf Erfahrung von Frauen nicht verzichten"

Das bekräftige "das zentrale Anliegen der ÖVP - gleichen Lohn für gleiche Arbeit - nachhaltig". Bei der Initiative gehe es in erster Linie darum, gezielt gegen versteckte Diskriminierungen zu arbeiten. Als Maßnahmen nennt sie beispielsweise die Anrechnung von Karenzzeiten als Vordienstzeiten oder die Weiterbildung für Teilzeitbeschäftigte.

Die Wirtschaft könne "auf Frauen, deren Erfahrungen und Leistungsbereitschaft nicht verzichten", bekräftigte die Staatssekretärin, die in diesem Zusammenhang auf die ÖVP- Initiativen zur Einführung eines einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes, das Gratiskinderkartenjahr oder die Forderung nach der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf verwies.

Kein Abtausch Investitions- und Frauenförderung

Zudem sollte die Etablierung sowie Umsetzung von Frauenförderungsmaßnahmen auf drei Säulen ruhen: Bewusstseinsbildung, Beratungsförderung und Umsetzungsförderung. "Wichtig ist dabei, dass die Förderung von Gleichstellungsaspekten in der Wirtschaft ergänzend zu den bestehenden Förderinstrumenten sein muss", betonte Marek.

Für einen Abtausch von Investitionsförderung und Frauenförderung stehe sie nicht zur Verfügung. (red)

Share if you care.