Wahlkampf: TV-Quotenhit war Kanzlerduell

26. September 2008, 14:27
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Begegnung Faymann - Molterer sahen 1,094.000 Zuseherinnen und Zuseher

Der Wahlkampf hat mediale Neuerungen gebracht - nicht nur im Hinblick auf den Infight zwischen ÖVP und "Krone". Die Privatfernsehsender haben erstmals "Elefantenrunden" mit den Spitzenkandidaten gezeigt und damit Spitzenquoten erreicht, auch wenn der Sessel von SPÖ-Chef Werner Faymann sowohl bei Puls 4 als auch bei ATV  leer blieb. Quotenhit war das Kanzlerduell Faymann gegen ÖVP-Spitzenkandidat Wilhelm Molterer im ORF.

Die erste Elefantenrunde absolvierten Wilhelm Molterer (ÖVP), Alexander van der Bellen (Grüne), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Jörg Haider (BZÖ) und Heide Schmidt (LIF) am 17. September auf Puls 4. Die Konfrontation brachte dem Privatsender die beste Quote seit Senderstart: 153.000 Zuseherinnen und Zuseher verfolgten die Diskussionsrunde, in der werberelevanten Zielgruppe der zwölf- bis 49-Jährigen entsprach das einem Marktanteil von 8,7 Prozent.

Auch auf ATV sorgte der Wahlkampf für Spitzenquoten. Die Elefantenrunde, ebenfalls ohne Faymann, brachte es am 21. September auf durchschnittlich 331.000 und einen Marktanteil von zwölf Prozent. Der Privatsender hatte damit im Hauptabend beinahe ebenso viele Zuseherinnen und Zuseher wie ORF 1, wo zeitgleich 351.000 (13 Prozent Marktanteil) "Star Wars Episode II" sahen. Die Sendung hat zwar nicht den bisherigen Quotenrekord von ATV gebrochen, kam aber knapp an das Fußball-Länderspiel Schweiz-Österreich vom Vorjahr mit 337.000 heran.

Auf ORF legte das TV-Duell zwischen Faymann und Molterer mit durchschnittlich 1,094.000 Zuseherinnen und Zuseher einen Quotenrekord hin. Der Spitzenwert lag bei 1,180.000. Der Marktanteil in Kabel- und Satellitenhaushalten betrug 38 Prozent, bezogen auf alle Fernsehhaushalte 40 Prozent. Die Elefantenrunde im ORF - mit Faymann - sahen durchschnittlich 1,084.000 Zuseherinnen und Zuseher. Der KaSat-Marktanteil betrug 42 Prozent. Der Spitzenwert lag bei 1,27 Millionen, teilte der ORF mit.

Übersicht TV-Konfrontationen

  • Faymann - Molterer, ORF, 1,094.000 Zuseherinnen und Zuseher, Marktanteil (KaSat): 38 Prozent
  • Elefantenrunde, ORF, 1,084.000, 42%
  • Faymann - Strache, ORF, 934.000, 36%
  • Van der Bellen - Haider, ORF, 883.000, 38%
  • Strache - Haider, ORF, 862.000, 42%
  • Molterer - Haider, ORF, 847.000, 36%
  • Faymann - Van der Bellen, ORF, 800.000, 31%
  • Faymann - Haider, ORF, 778.000, 35%
  • Molterer - Van der Bellen, ORF, 772.000, 29%
  • Van der Bellen - Strache, ORF, 744.000, 31%
  • Molterer - Strache, ORF, 714.000, 29%
  • Elefantenrunde, ATV, 331.000, 12%
  • Elefantenrunde, Puls 4, 153.000, 8,7%*

* Marktanteil, Zielgruppe 12- bis 49-Jährige

Mit einem großen TV-Publikum können die Sender auch am Wahlsonntag rechnen, entsprechend breit ist das Angebot. Die ORF-TV-Sender werden insgesamt mehr als sieben Stunden live berichten. Erstmals wird auch nicht aus dem Innenministerium, sondern aus dem Parlament gesendet. Der Privatsender ATV klinkt sich am späteren Nachmittag in den Wahltag ein und sendet von einem Studio vor dem Parlament. Nachrichten in Echtzeit liefert derStandard.at am Wahlsonntag. Bis spät in die Nacht wird live berichtet, unter anderem aus den Parteizentralen, dem Parlament und von Wahlparties. Ab 17 Uhr gibt es die erste Hochrechnung online auf derStandard.at/Neuwahlen. (APA/red)

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