Raiffeisen International bleibt bei Gewinnziel

26. September 2008, 13:08
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2008 erwartet die RZB-Ostbankenholding einen Jahresüberschuss von rund einer Milliarde Euro, RI-Chef Stepic spricht von "antizyklischem Erfolg"

St. Peterbsurg/Wien - Obwohl sich wegen der internationalen Finanzkrise überall in der Welt Gewinnwarnungen bei Banken häufen, bleibt die börsenotierte RZB-Ostbankenholding Raiffeisen International (RI) dabei, im Jahr 2008 einen Konzern-Jahresüberschuss von rund 1 Mrd. Euro anzusteuern. Bestätigt wurde der Ausblick am Freitag beim diesjährigen Capital Markets Day in St. Petersburg.

Mehr als 130 Banker, Analysten und Investoren aus den weltweit wichtigsten Finanzzentren waren in St. Petersburg heute bei der RI-Konferenz, wo der Vorstand über die neuesten Entwicklungen der Bank berichtete. Mit Russland entschied sich das Unternehmen für den größten Markt Zentral- und Osteuropas (CEE) und nach Kiew im Jahr 2006 zum zweiten Mal in Folge für die GUS. Russlands Bankenmarkt gilt laut Experten von der internationalen Krise als besonders stark in Mitleidenschaft gezogen, damit bekam die Veranstaltung der Österreicher dort heute noch mehr Aufmerksamkeit.

Stolz auf "antizyklischen Erfolg"

Trotz des aktuell schwierigen Marktumfelds werden laut RI-Vorstand die Gewinnpronose 2008 und der Plan für die nächsten Jahre bestätigt: "Wir sind besonders stolz darauf, dass wir dank unseres Geschäftsmodells trotz der globalen Finanzkrise mit unveränderten Ausblick aufwarten können", sagte RI-Chef Herbert Stepic.

"Für das Geschäftsjahr 2008 streben wir nach wie vor einen Konzern-Jahresüberschuss von rund 1 Milliarde an", sagte Stepic. Dieser "antizyklische Erfolg" basiere in seinen Augen unter anderem auf stark ausgeprägter Risikokultur und breiter Risikodiversifizierung, aber auch auf dem starken Ruf der Marke. Wegen der hohen Kundeneinlagen habe man auch einen guten Zugang zu Refinanzierungsmitteln. Und schließlich mache auch die Mutter RZB als starker Kernaktionär "sehr zuversichtlich, dass wir die momentan schwierige Marktsituation gut überstehen werden", ergänzte Finanzvorstand Martin Grüll.

Bis 2010 peilt die Raiffeisen International nach wie vor ein jährliches Bilanzsummenwachstum von mindestens 20 Prozent an. Die Cost/Income Ratio soll bei rund 56 Prozent liegen, für die Risk/Earnings Ratio steuert die Raiffeisen International eine Zielmarke von rund 15 Prozent an. Für das Jahr 2010 setzt sich das Unternehmen das Ziel, einen Return on Equity (ROE) vor Steuern von mehr als 25 Prozent zu erreichen.

Auch Kapital hat die Bank laut Stepic ausreichend: "Wir haben eine ausgesprochen solide Eigenkapitaldecke". Die Kernkapitalquote (Tier 1, inklusive Markt- und operationelles Risiko) liege bei 8,2 Prozent. "Fügten wir den Überschuss des ersten Halbjahrs 2008 hinzu, würde sie sogar mehr als 9 Prozent betragen". (APA)

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