Mehrparteiensystem und Marktwirtschaft

26. September 2008, 13:15
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Frühere Sowjetrepublik bekommt eine neue Verfassung - Westen hofft, von den riesigen Gasreserven des zentralasiatischen Landes zu profitieren

Aschchabat - Die frühere Sowjetrepublik Turkmenistan hat sich am Freitag eine neue demokratische Verfassung gegeben. "Die neue Verfassung ist einstimmig angenommen worden", sagte Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow in der Hauptstadt Aschchabat. Zuvor hatten die 2.500 Mitglieder des Volksrats, der sich aus dem Parlament, der Regierung sowie Stammes- und Provinzvertretern zusammensetzt, knapp drei Stunden über das Dokument beraten. Die neue Verfassung lässt mehrere Parteien zu und ermöglicht den Aufbau einer Marktwirtschaft. Der Westen hofft nun, von den riesigen Gasreserven des zentralasiatischen Landes profitieren zu können.

"Alte Verfassung passt nicht zu unserem Fortschritt"

"Die alte Verfassung ist überholt, sie passt nicht zu unserem Fortschritt", sagte der seit 2007 amtierende Berdymuchammedow bei der Verabschiedung am Freitag. Unter seinem Vorgänger Saparmurat Nijasow war Turkmenistan eines der autoritärsten und am meisten abgeschotteten Länder der Welt. Bisher bestimmte die sogenannte Demokratische Partei als Nachfolgerin der Kommunistischen Partei allein die Politik des Landes. (APA/AFP)

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    Feiern anlässich des 50. Geburtstags von Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow, im Juni 2007.

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