Saisonstart der TV-Serie "Heroes" bricht Bittorrent-Rekorde

26. September 2008, 10:14
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Mehr als eine Million Downloads in den ersten 24 Stunden - Produzent: TV-Netze müssen sich mit der Bittorrent-Realität abfinden und neue Modelle finden

Nachdem man sich jahrelang mit dem Thema File Sharing primär auf einer rechtlichen Ebene auseinandergesetzt hat, ist man bei den großen US-TV-Sendern mittlerweile bemüht, andere Umgangsweisen mit aktuellen Internet-Realitäten zu finden. So sprießen Online-Services, über die aktuelle Episoden bekannter Serien praktisch zeitgleich auch im Netz verfügbar sind, in den letzten Monaten regelrecht aus dem Boden. Auf diese Weise trägt man den veränderten Sehgewohnheiten vieler Internet-NutzerInnen Rechnung und verdient doch an den damit verbundenen Werbeeinnahmen.

Beschränkt

All diesen Services ist allerdings eins gemein: Sie beschränken sich auf die USA, international hat man sich bislang noch zu keiner Lockerung der klassischen Verwertungskette durchringen können. So erfreut sich denn auch der Download von TV-Serien per Bittorrent weiterhin starker Zuwachsraten, wie Torrentfreak berichtet.

Rekorde

So hat der Start der dritten Staffel der beliebten Serie "Heroes" zu einem neuen Download-Rekord geführt. Die ersten beiden Folgen, die hintereinander ausgestrahlt wurden, sind innerhalb der ersten 24 Stunden jeweils mehr als eine Million mal heruntergeladen worden. Ein Ansturm, der auch dem Bittorrent-Portal Mininova einen wahren Ansturm beschert hat, 10 Millionen Downloads an einem Tag sind auch hier Rekord.

Downloads

Die überwiegende Zahl der Downloads der Heroes-Episoden ging dabei in internationale Gefilde: Gerade mal 8 Prozent der Anfragen stammten aus den USA, der Rest aus anderen Ländern. Allen voran Großbritannien mit 15 Prozent, gefolgt von Kanada, Frankreich und Australien, Länder in denen die Serien zum Teil erst mit erheblicher Verpätung ausgestrahlt werden.

Realitäten

Eine Realität mit der die TV-Sender umgehen lernen müssen, so sieht es zumindest der ausführende Produzent von Heroes, Jesse Alexander. Man müsse akzeptieren, dass es mittlerweile ein globales Interesse an den einzelnen Serien gebe, und versuchen neue Angebote zu entwickeln, die diesen Veränderungen Rechnung tragen. In vielen Fällen würde die Verbreitung auch bei der Ausweitung der Fan-Basis helfen, ist sich Alexander auch des Werbefaktors der Downloads bewusst. (apo)

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    foto: nbc
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