Parteien feiern ihre Chefs

25. September 2008, 23:21
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Ein Aussendungsregen aller Parteien war die Folge des letzten TV-Duells

Wien - Die Parlamentsparteien haben einander Donnerstagabend beim Feiern der eigenen Chefs regelrecht überboten. In Aussendungen bejubelten SPÖ, ÖVP, Grüne, FPÖ und BZÖ ihre jeweiligen Spitzenkandidaten als Sieger der heutigen Elefantenrunde.

SP-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures fand, dass ihr Vorsitzender Werner Faymann gezeigt habe, am besten zu wissen, wo Österreich 2013 stehen solle und welche Aufgaben bis dahin zu lösen seien. Für ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon hat der schwarze Spitzenkandidat Wilhelm Molterer "eindrucksvoll unter Beweis gestellt", dass er und die Volkspartei die klaren Antworten auf die drängenden Fragen der Menschen hätten.

Nach Ansicht des Grünen Bundesparteisekretärs Lothar Lockl hat wiederum gerade Bundessprecher Alexander Van der Bellen mit seinen Visionen für Österreich gezeigt, dass ein Neuanfang nur mit den Grünen möglich sein werde.

"Selbstverständlich" war für FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sein Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache der überzeugendste Diskutant. Dieser habe als einziger seine Konzentration auf Österreich bewiesen, was die FPÖ wesentlich von den anderen Parteien unterscheide, so Kickl zur APA. Jörg Haider habe als einziger klare Konzepte für den Kampf gegen die Teuerung, feierte wiederum BZÖ-Generalekretär Martin Strutz seinen Spitzenkandidaten, der alle überzeugt habe.

Von keinem der fünf Herren angetan war das Liberale Forum. "Viel starre Selbstdarstellung und keine Antworten auf ganz zentrale und dringende Herausforderungen an die Politik" zog Kultursprecher Rudolf Berger nach der Elefantenrunde Bilanz.(APA)

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