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25. September 2008, 19:32
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Ümit Korkmaz und Peter Pacult sind für die SPÖ, sie sind zwei rare Exemplare "politischer" Sportler. Wen soll Sportsmann/Sportsfrau ankreuzeln?

FPÖ oder BZÖ, die nach dem Vorschlag des Austria-Fans Peter Westenthaler 300.000 Fremde aus Österreich deportieren lassen würden? Doch die SPÖ, deren Fremden-, Asyl- und Sportpolitik eine Art Hösche ist?

Oder die ÖVP, deren Marathonläufer Martin Bartenstein die Industrie pampert und arbeitslose Jugendliche ignoriert? Sein Marathonkollege Reinhold Lopatka hat sich wenigstens als McDonald's-Werbebotschafter um das Sportsponsoring verdient gemacht. Wenn die Wirtschaft läuft, läuft auch der kleine Mann. Und das LIF ist eher schon wieder Geschichte, bevor es sich für den Sport interessieren konnte.

Und alle haben im Wahlkampf den Sport ausgelassen. Gut so. Noch schlimmer als zig Wieder-grüßt-das-Murmeltier-Konfrontationen im ORF wären nur Gespräche mit den üblichen des Eigenlobs Verdächtigen wie Krankl/Polster/Herzog/Maier.

Keiner weiß, was die Zukunft bringt, wenn die Wahl der ÖVP wieder nicht in den Kram passt. So gesehen war das der seriöseste Wahlkampf der kommenden zwanzig Jahre.

Vielleicht ist es demnächst mit der Ruhe vorbei. Paradoxer als Laudas Sentenzen zur Führung von Fluglinien könnten Kommentare von ihm zur Zweiklassenmedizin sein. Die Sportler sollten in Ruhe üben, solange es geht, und die Funktionäre überlegen sich derweil ein Controlling der Fördergelder. Die nächste Regierung stört früh genug beim Arbeiten.(Johann Skocek; DER STANDARD Printausgabe 26. September 2008)

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