Generali pokert nicht um Wüstenrot mit

25. September 2008, 17:37
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Die Generali, die ein Vorkaufsrecht für die Wüstenrot Versicherung hat, will dieses nicht ausüben

Wien - Die Generali, die ein Vorkaufsrecht für die Wüstenrot Versicherung hat, will dieses nicht ausüben, sagte Generali-Chef Luciano Cirina. Wie berichtet, verkauft die Wiener Städtische ihren Anteil von 31,6 Prozent. Die mit 68,4 Prozent an der Versicherung beteiligte Wüstenrot-Holding hat der Städtischen bereits ein Angebot über 150 Mio. Euro gelegt, das der Städtischen bisher aber zu gering erschien.

Ein Engagement bei der 3-Banken-Gruppe hänge wie immer von den Rahmenbedingungen ab, sagte Cirina. Wie berichtet will die UniCredit aus der Drei-Banken-Gruppe aussteigen. Die Generali ist nach wie vor der Versicherungspartner der 3-Banken-Gruppe. Bei der Bawag/PSK Versicherung, an der die die Generali 50 Prozent hält, erwartet Cirina heuer mehr als die geplanten 200 Mio. Euro an Prämieneinnahmen.

Das heurige Jahr verlief für die Generali vor allem in der Kranken- und Lebensversicherung gut. In der Regionaldirektion Wien, die soeben mit 220 Mitarbeitern nach TownTown in Erdberg übersiedelte, stiegen die Einnahmen in der Krankensparte bis August um 5,5 Prozent, in der Lebensversicherung um 6,2 Prozent. Insgesamt betrug das Plus 2,3 Prozent auf 393 Mio. Euro. Cirina betonte, das Wachstum sei "trotz des beinharten Wettbewerbs am Wiener Markt" erzielt worden. Die Krankensparte werde auch durch die Pflege-Diskussion und andere staatliche Leistungen belebt. Österreichweit sucht die Generali derzeit 200 zusätzliche Kundenbetreuer. (cr, DER STANDARD, Printausgabe, 26.9.2008)

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