Eybl International: Fries-Stiftung verdoppelt auf über 85 Prozent

25. September 2008, 13:17
posten

Familien-Privatstiftung hält nun 10,2 Millionen Aktien

Wien - Die Fries Familien-Privatstiftung hat ihren Anteil am krisengeschüttelten börsenotierten Kremser Auto-Zulieferer Eybl International AG auf 85,48 Prozent erhöht. Per 31.März betrug der Anteil 42,36 Prozent. Die Stiftung hält nun 10,2 Mio. Aktien, teilte Eybl International am Donnerstag mit.

Das Unternehmen hatte, wie schon im Juni im Rahmen eines stillen Ausgleichs bekanntgeworden war, im Geschäftsjahr 2007/08 einen Rekordverlust von 45,9 Mio. Euro bei einem Umsatzrückgang um 12 Prozent auf 294,1 Mio. Euro verzeichnet.

Entlastung verweigert

Bei der Hauptversammlung im August wurde wie erwartet der zur Sanierung nötige Kapitalschnitt mit darauf folgender Kapitalerhöhung sowie das Rumpfgeschäftsjahr 2008 beschlossen. Überraschend wurde jedoch auf Antrag von Eybl-Großaktionär Rudolf Fries dem im Jänner verabschiedeten Eybl-Chef Johannes Elsner und dem noch amtierenden Vertriebschef Peter Löschl die Entlastung verweigert.

Zur Umsetzung des im Juni beschlossenen Sanierungspakets wurde in der Hauptversammlung - neben der Jahresbilanz 2007/08 - eine vereinfachte Herabsetzung des Grundkapitals von 26,16 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro (bei Nominale-Absenkung von 7,27 auf 1 Euro je Aktie) zur Abdeckung eines sonst auszuweisenden Bilanzverlustes abgesegnet. Anschließend wird das herabgesetzte Grundkapital um 10,8 Mio. Euro auf 14,4 Mio. Euro gegen Bareinlage durch Ausgabe von 10,8 Millionen Stückaktien zum Ausgabebetrag von 3 Euro wieder erhöht. Das frische Geld kommt von Hauptaktionär Fries. Banken und Anleihegläubiger hatten im Zuge eines stillen Ausgleichs auf rund 30 Mio. Euro verzichtet. (APA)

Share if you care.