eBay akzeptiert in den USA keine Überweisungen mehr

25. September 2008, 09:57
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Ab Oktober können eBay-Artikel in den USA nicht mehr mit Banküberweisungen oder Schecks bezahlt werden - eigenes Bezahlsystem PayPal soll fokussiert werden

Ab Oktober können auf der US-Seite von eBay eingestellte Artikel nur mehr per PayPal, Kreditkarte, ProPay oder in Bar bezahlt werden. Zahlungen per Banküberweisung oder Scheck sollen dann nicht mehr akzeptiert werden, wie das Unternehmen auf seiner Seite mitteilt. Ausgenommen sind Waren aus den Kategorien Motors, Business & Industrial und Immobilien. Damit will eBay den hauseigenen Bezahldienst PayPal stärker forcieren.

Höheres Risiko bei Überweisung

Begründet wird die Entscheidung damit, dass Schecks und Überweisungen öfter zu Betrug führten und elektronische Bezahlmethoden sicherer seien. eBay spricht dabei von einem 80 Prozent höheren Risiko. Die Bezahlung per PayPal sei zudem schneller, wie auf der Seite versichert wird. Das Unternehmen macht jedenfalls deutlich, dass Kunden auf PayPal setzen sollten und will damit Kunden- und Verkaufszahlen steigern.

Alternativen zu PayPal

Wer trotzdem eine Banküberweisung für einen versteigerten Artikel zulässt, dem wird mit der Löschung des Accounts gedroht. eBay zwingt damit zahlreiche Nutzer der US-Seiten, auf PayPal umzusteigen, da der alternative Bezahldienst ProPay kostenpflichtig ist. Wer den Verkauf nicht gewerbsmäßig betreibt, müsste ein eigenes Konto für Kreditkartenbezahlung einrichten. Ansonsten wird noch die Barzahlung bei persönlicher Abholung des Produkts akzeptiert.

Weitere elektronische Methoden

Neben PayPal und ProPay will eBay in den kommenden Monaten allerdings noch weitere elektronische Bezahlmethoden anbieten. Welche das sein sollen, hat das Unternehmen nicht bekannt gegeben. Bezahlmethoden wie Google Checkout, Checkout by Amazon oder Amazon Flexible Payment Services will eBay jedenfalls nicht zulassen, da es sich dabei um Dienstleistungen direkter Konkurrenten handle.

Kritik von Verbraucherschützern

Ob eBay damit durchkommt, ist allerdings eine andere Frage, denn in Australien, wo das Unternehmen ebenfalls vorrangig auf PayPal setzen wollte, scheiterte das Vorgehen am Protest von Verbraucherschützern. (br)

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    eBay will seinen hauseigenen elektronischen Bezahldienst PayPal an die Kunden bringen

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