Wiener Börse am Donnerstag leichter

25. September 2008, 18:27
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OMV und Erste Group ziehen ATX ins Minus - Viele Investoren auf Warteposition - Immobilienwerte teilweise sehr fest

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei schwachem Volumen mit einem Minus beendet. Der ATX fiel 19,22 Punkte oder 0,62 Prozent auf 3.104,61 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 22 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.083 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +2,09 Prozent, DAX/Frankfurt +1,98 Prozent, FTSE/London +1,99 Prozent und CAC-40/Paris +2,72 Prozent.

Aktienhändler berichteten von einem ruhigen Geschäft. Nach den jüngsten Kurskapriolen vor dem Hintergrund der Finanzkrise sei nun etwas Ruhe eingekehrt. Viele Investoren dürften vor Neuengagements erst Details zum Rettungspaket der US-Regierung für den amerikanischen Finanzsektor abwarten, hieß es am Markt. Auch die Umsätze seien in den vergangenen Tagen merklich zurück gekommen.

Belastet wurde der ATX am Donnerstag vor allem von den Abgaben in Erste Group und OMV. Erste Group verloren 3,31 Prozent auf 40,01 Euro (1.213.809 gehandelte Stück). OMV büßten 3,20 Prozent auf 34,17 Euro ein (982.155 Stück).

Unter den weiteren ATX-Schwergewichten fielen voestalpine 1,37 Prozent auf 23,67 Euro (1.295.253 Stück). Telekom Austria stiegen hingegen um 1,15 Prozent auf 13,15 Euro (1.196.996 Stück). Raiffeisen International legten 2,33 Prozent auf 63,30 Euro zu (648.963 Stück). Gut gesucht waren auch Wienerberger und gewannen 4,71 Prozent auf 20,00 Euro (1.089.926 Stück).

Strabag im Minus

Strabag fielen nach einer Kurszielsenkung durch die Deutsche Bank um 3,18 Prozent auf 34,37 Euro (173.703 Stück). Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für die Aktie von 44 auf 38,40 Euro revidiert, ihre Empfehlung "hold" aber bestätigt.

Ganz oben auf der Kursliste fanden sich am Donnerstag nach mehreren Analystenkommentaren einige Immobilienwerte und konnten sich damit von ihren jüngsten Kurseinbrüchen erholen. Tagesgewinner im prime market waren Warimpex mit einem Plus von 8,47 Prozent auf 3,97 Euro (14.090 Stück).

Immoeast stiegen trotz mehrerer Analystenrückstufungen um 7,45 Prozent auf 2,02 Euro (3.313.289 Stück). Die UniCredit hat ihr Kursziel für die Aktie von 7,50 auf 3,40 Euro gesenkt, ihre Empfehlung "buy" aber bestätigt. Die UBS hat ihre Empfehlung von "buy" auf "neutral" und ihr Kursziel von 8,6 auf 2,2 Euro zurück genommen. Auch die Erste Group hat ihre Empfehlung für die Immoeast-Aktie von "buy" auf "accumulate" gesenkt.

CA Immo Anlagen legten 6,30 Prozent auf 8,78 Euro zu (201.053 Stück). Die Analysten der Erste Group haben die Aktie in einer Ersteinschätzung mit "hold" bewertet, das Kursziel wird bei 13 Euro gesehen.

Immofinanz verloren hingegen nach der Meldung eines Ergebniseinbruchs im abgelaufenen Quartal 2,97 Prozent auf 2,94 Euro (2.884.678 Stück). Das Vorsteuerergebnis (EBT) der Immofinanz war im abgelaufenen Quartal von 171,3 Mio. auf minus 119,4 Mio. Euro eingebrochen. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner von Donnerstag

  1. TG HOLDING AG +22,73 Prozent
  2. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +8,47 Prozent
  3. IMMOEAST AG +7,45 Prozent
  4. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG +6,30 Prozent
  5. OESTERR. POST AG +5,94 Prozent
  6. AUSTRIAN AIRLINES AG +5,72 Prozent
  7. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG +5,28 Prozent
  8. WIENERBERGER AG +4,71 Prozent
  9. VIENNA INSURANCE GROUP +3,79 Prozent
  10. MASCHINENFABRIK HEID AG +3,66 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von heute

  1. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG -5,38 Prozent
  2. SCHOELLER-BLECKMANN AG -5,06 Prozent
  3. WOLFORD AG -4,52 Prozent
  4. HIRSCH SERVO AG -3,57 Prozent
  5. ERSTE GROUP BANK AG -3,31 Prozent
  6. OMV AG -3,20 Prozent
  7. STRABAG SE -3,18 Prozent
  8. CONSTANTIA PACKAGING AG -3,04 Prozent
  9. IMMOFINANZ AG -2,97 Prozent
  10. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -2,23 Prozent

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