"Windows und Linux sind die Zukunft"

25. September 2008, 10:07
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Die Linux Foundation sieht im Unternehmensbereich keine Zukunft für Unix-basierte Plattformen wie Suns Solaris

Geht es nach Jim Zemlin, dem Vorsitzenden der Linux Foundation, sind die Tage von Unix-Betriebssystemen in Unternehmen gezählt. Grund dafür sei der anhaltende Boom rund um Linux und die sinkende Nachfrage nach der Unternehmensplattform Solaris. "Die Zukunft sind Linux und Microsoft Windows. Nicht aber Unix oder Solaris", zitiert das Branchenportal InfoWorld Jim Zemlin.

Relikt

Suns Bemühungen Solaris zu einem Open-Source-Projekt zu überführen dürften der Aussage nach nichts am Scheitern am lang gedienten System ändern, das lange Zeit als Standard-Unix-Plattform im Untenehmensbereich galt. Solaris Haupteinsatzgebiet sind aufwändige Applikationen wie Unternehmensressourcenplanungsprogramme (ERP), deren Lebenszyklus bei etwa 7 bis 20 Jahren liegt. Zemlin vermutet, dass Kunden nach dem Auslaufen dieser Periode bei Neuanschaffungen hauptsächlich auf Linux-Systeme setzen werden.

Alle Betroffen

Als einen der Gründe dafür sieht Zemlin in Linux Kosteneffizienz. So gäbe es auch wenig Hoffnung für andere Unix-Plattformen wie IBMs AIX oder Hewlett-Packards HP-UX. Sun solle doch einfach auf Linux wechseln. Zumindest die Verkaufszahlen stützen Zemlins Prognose. Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC hat Linux eine höhere Marktpenetration, als sie Solaris jemals hatte. 2007 wurden bereits 2,7 Millionen Linux-Systeme ausgeliefert, Solaris hingegen ist leicht rückläufig und kam vergangenes Jahr nur mehr auf 371.000 Auslieferungen. (zw)

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