Generalsekretär Strutz unter Betrugsverdacht

24. September 2008, 17:33
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Vor einigen Tagen ging eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein

BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz dürfte sich offenbar in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Vor einigen Tagen ging eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein, in der gegen Martin Strutz der Verdacht des Betruges und fahrlässiger Krida erhoben wird.

Strutz hat sich, obwohl etliche Exekutionen gegen ihn liefen, auf Kredit eine Eigentumswohnung am Wörthersee gekauft. Allein seit April 2008 laufen sechs Exekutionen gegen Strutz. Unter den Schuldnern befindet sich unter anderen die Kreditkartenfirma PayLife Bank, vormals Europay, die Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft, aber auch ein Autohaus sowie die Eigentümergemeinschaft der Wohnanlage, in der sich die neue Wohnung von Strutz befindet.
Auch der Eigentümer der "Lichtwerkstätte Graf" zählte zu den Strutz-Geschädigten: "Er hat mich immer nur abgewimmelt und wollte einfach nicht zahlen" , erzählt Robert Graf: "Solche Leute dürfen nicht in der Politik tätig sein."

Bei der Klagenfurter Staatsanwaltschaft wird geprüft, "welche Exekutionsforderungen noch offen sind, bevor wir weitere Ermittlungsschritte einleiten können" , so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Helmut Jamnig.

Martin Strutz bestätigte die Exekutionen im Standard-Gespräch: "Ich habe alle Exekutionen bis auf eine getilgt. Bei der letzten habe ich eine Ratenvereinbarung." Mit der Wahl habe all das nichts zu tun: "Da gibt es Menschen, die mir persönlich übelwollen." (Elisabeth Steiner, DER STANDARD, Printausgabe, 25.9.2008)

 

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