Gedenkjahr-Reihe: Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin

5. November 2008, 17:58
5 Postings

NÖ-Bildungs- und Heimatwerk lädt zur Vorträgen von ZeitzeugInnen wie Irma Trksak und Renate Jeschaunig

"So lange es für uns möglich ist, werden wir berichten von den Befehlen, denen wir folgen mussten. So lange es für uns möglich ist, werden wir berichten von Verbrechen, deren Zeugen wir geworden sind. Und so lange es für uns möglich ist, werden wir sagen, wer und vor allem warum man uns das angetan hat. So lange es für uns möglich ist, werden wir dafür kämpfen, dass das, was uns passiert ist, niemals wieder einem Menschen geschehen wird." (Vermächtnis der ehemaligen Häftlinge des KZ Mauthausen)

*****

Im Gedenkjahr 2008 veranstaltet das Bildungs- und Heimatwerk NÖ die Herbst-Reihe "Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen": Ceija Stojka - Irma Trksak - Rudolf Gelbard - Renate Jeschaunig.

Als wir Wien verlassen mussten - Letzter Termin der Reihe

Die Jüdin Renate Jeschaunig erinnert sich am Freitag, 28. November an ihre Schicksalsjahre. Bereits als Kind bekam die 1927 geborene Wienerin die offene Ausgrenzung jüdischer Menschen und den Antisemitismus zu spüren. Ihrem Vater wurde die Habilitation als Mediziner verwehrt und die Pogromstimmung traf die Familie mit voller Wucht.

1939 wird sie mit ihrem 4 Jahre jüngeren Bruder in einem Kindertransport nach England geschickt - und dadurch gerettet: "Das Schwierigste für mich war der Abschied von meinen Eltern". Renate Jeschaunig kehrte 1947 nach Wien zurück und arbeitete jahrelang als Bibliothekarin. 

Ort: Bildungs- und Heimatwerk NÖ, 1030 Wien, Schimmelgasse 13-15. Kostenbeitrag: Spende. Anmeldung: bis 21. November. Organisation: Waltraud Riegler, BHW-Akademie für Regionalkultur in Kooperation mit der Gesellschaft für politische Aufklärung, Dr.in Karin Liebhart (red)

 

Link

Bildungs- und Heimatwerk NÖ 

Informationen und Anmeldung: BHW NÖ, Waltraud Riegler, Tel.: 01/533 18 99-10, E-Mail

  • Irma Trksak
    Foto: APA

    Irma Trksak

Share if you care.