Lula kritisiert Populismus in reichen Ländern

23. September 2008, 20:08
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Brasilianischer Präsident fordert völlige Neuordnung der Finanzmärkte - Wirtschaft zu ernste Angelegenheit, um sie Spekulanten zu überlassen

New York - Der brasilianische Präsident Luiz Inacio "Lula" da Silva hat am Dienstag bei der UN-Vollversammlung in New York Kritik am Populismus in reichen Ländern geübt. Nach dem Fall der Berliner Mauer habe man auf eine Epoche des Friedens gehofft, doch inzwischen seien neue Mauern errichtet worden. Aus "nationalistischen, populistischen, ja rassistischen Motiven" würde die Reisefreiheit für Menschen aus Entwicklungsländern eingeschränkt.

Lula forderte zudem eine "völlige Neuordnung" der internationalen Finanzmärkte. Derzeit verfüge man nicht über die Instrumente, um die Anarchie auf den Finanzmärkten zu kontrollieren. Die Wirtschaft sei eine zu ernste Angelegenheit, um sie Spekulanten zu überlassen. (APA)

 

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    Präsident Lula kritisiert in New York die Finanzspekulanten

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