Bank Austria konzentriert

23. September 2008, 17:59
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Das Firmenkundengeschäft wird umgebaut, einzelne Industriezeweige werden im "Europa-SRM-Zentrum" zusammengefasst

Wien - Die Umbauarbeiten in der Bank Austria gehen weiter. Während die Umsetzung der Idee, EDV-, Zahlungsverkehr und andere Back-Office-Bereiche nach Polen auszulagern, länger dauert als erwartet (eigentlich sollten heuer noch 80 Jobs verlagert werden), geht es bei anderen Geschäftszweigen schneller.

Noch heuer wird der Bereich Firmen- bzw. Industriekunden umstrukturiert; in der gesamten UniCredit-Gruppe. Einzelne Industriezweige werden in "Europa-SRM-Zentren" (SRM steht für Senior Risk Management) zusammengefasst; deren Leiter bekommen die gesamte Abwicklung von Kreditanträgen übertragen; welche Länder sie auch immer betreffen.

Angesiedelt sind die Europa-SRM (etwa für Autoindustrie oder Immogesellschaften) dort, wo das Hauptgeschäft der Branche abgewickelt wird. So will man Mehrgleisigkeiten verhindern, die Folge ist eine Art Divisionalisierung des Firmenkundengeschäfts.

Etliche große Kunden werden aus dem Einflussbereich der Bank Austria herausgelöst; was laut Bankern eine "Schwächung der dezentralen Landesdirektionen" bedeute. Die Europa-SRM "Real Estate" wird in Wien angesiedelt und von einem Wiener geleitet. Unterstellt ist er Mailand. (gra, DER STANDARD, Printausgabe, 24.9.2008)

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