MOL-Angebot für INA-Streubesitz ohne Gegenoffert

23. September 2008, 17:19
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Die Frist für mögliche Gegenangebote für die kroatische INA läuft heute ab - OMV bekräftigt Interesse an INA-Staatsanteil

Zagreb/Wien - Die Frist für mögliche Gegen-Offerte zum Übernahmeangebot der ungarischen MOL für die im Streubesitz befindlichen 30,16 Prozent der INA-Anteile ist heute ungenützt verstrichen. Das teilte die kroatische Finanzaufsicht (HANFA) am Dienstag mit. Auch die MOL lässt heute ihre letzte Gelegenheit verstreichen, ihr Angebot von 2.800 Kuna (393 Euro) je INA-Aktie noch zu erhöhen, wie die kroatische Nachrichtenagentur Hina berichtet.

Die Reaktion der INA-Aktionäre auf das Angebot der Ungarn - es entspricht einem Gesamtwert des kroatischen Ölkonzerns von 28 Mrd. Kuna (3,93 Mrd. Euro) - war bisher sehr verhalten. Von den 3 Millionen INA-Aktien, auf die sich das Angebot bezieht, wurden den Ungarn bisher nur 7.736 Aktien zugesagt, das sind 0,25 Prozent. Der Kurs der INA-Aktie an der Börse in Zagreb sank am Dienstag um 0,77 Prozent auf 2.780,51 Kuna.

Die österreichische OMV bekräftigte heute ihr Interesse an den 44 Prozent der INA-Anteile, die noch der kroatische Staat hält. Über den Verkauf dieser Anteile hat die Regierung in Zagreb jedoch schon mit der MOL verhandelt. Es werde auch ein Aktientausch von MOL und INA in Erwägung gezogen, hieß es. Bis zum für das Jahr 2011 angepeilten EU-Beitritt Kroatiens will der Staat jedoch 25 Prozent an der INA behalten. (APA)

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