Auf geht es nach Deutschland

23. September 2008, 14:13
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Melzer und Co. müssen im Davis Cup 2009 ins Nachbarland - Koubek: "Extrem interessant"

Madrid - Erstmals seit 15 Jahren kommt es vom 6. bis 8. März 2009 im Davis Cup wieder zum Duell Deutschland - Österreich. Dies hat am Dienstag die Auslosung in Madrid ergeben. Jürgen Melzer und Co. müssen wie schon im Play-off auch in der ersten Weltgruppen-Runde wieder auswärts antreten, allerdings wird die Reise recht kurz sein. Der Sieger dieses Spiels trifft im Viertelfinale entweder auf Spanien oder Serbien, das zu Nadal und Co. anreisen muss.

"Das wird extrem interessant. Die Chancen sind sicherlich da, aber Außenseiter sind wir trotzdem, denn sie haben viel mehr Spieler. Ich hoffe, dass ich wieder dabei sein kann", meinte Stefan Koubek. Deutschland ist mit derzeit sieben Top-100-Spielern Favorit.

"Vielleicht das beste, was wir kriegen konnten"

"Es wird natürlich auch viel davon abhängen, wer bei den Deutschen spielt. Aber ich würde auch nicht sagen, dass wir die 'Underdogs' sind. Es wird ein sehr ausgeglichener Davis Cup werden, weil wir ziemlich gleich starke Spieler haben. Man muss auch sehen, wie sich Alex und Stefan in nächster Zeit entwickeln", meinte ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl, der sich über das Los aber freute. "Es ist sicher eines der besten Lose, vielleicht das beste, was wir kriegen konnten", meinte er.

Auch ÖTV-Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller konnte mit dem Los in Anbetracht der anderen möglichen (Auswärts-)Gegner gut leben. "Das habe ich schon im Vorhinein gesagt. Außenseiter sind wir überall, aber wir haben sicher noch eine größere Chance als z.B. in Spanien", sagte Schaller. Die sportliche Rivalität zwischen Österreich und Deutschland werde das Spiel besondere Atmosphäre geben. "Es war immer ein heißes Duell, egal ob im Fußball oder Tennis. Der 'große Bruder' will sicher ungern gegen die Ösis verlieren, aber unser Ziel muss es sein, genau das zu schaffen", betonte Schaller, der bei einer 0:4-Bilanz gegen Deutschland endlich anschreiben will.

In der Live-Übertragung auf www.daviscup.com wurden die Österreicher von den Kommentatoren als Favoriten bezeichnet, doch davon will man im ÖTV-Team nichts wissen. "Für mich sind sie von der Dichte her zu favorisieren. Sie haben einen Haas, Kiefer und Kohlschreiber und auch ein sehr gutes Doppel. Aber sie haben keinen Top-Ten-Spieler im Moment. Wir werden bei jedem einzelnen Match leichter Außenseiter sein", meinte Schaller und bezifferte die Chancen mit 60:40 für die Gastgeber. Schaller hofft auch auf zahlreiche Fans aus Österreich, "obwohl sie uns sicher nicht den Gefallen tun werden und in München spielen werden".

Schaller hofft, dass Stefan Koubek bis dahin voll fit und auf dem richtigen Weg zurück ist. "Denn einen Koubek werden wir in der Weltgruppe brauchen."

USA vs. Schweiz

Aus internationaler Sicht kommt es zu mehreren Erstrunden-Hits: Denn die USA empfangen die Schweiz und bei den Eidgenossen hat sich Roger Federer schon für ein Antreten verpflichtet. Und auch bei Spanien gegen Serbien, möglicherweise mit Rafael Nadal gegen Novak Djokovic, ist Tennis auf höchstem Niveau zu erwarten. (APA)

Tableau - 1. Runde (6. - 8. März 2009/jeweils erste Nation ist der Gastgeber):

Argentinien - Niederlande
Tschechien - Frankreich
USA - Schweiz
Kroatien - Chile
Schweden - Israel
Rumänien - Russland
Deutschland - Österreich
Spanien - Serbien

Weitere Termine:

Viertelfinale (10. - 12. Juli)
Halbfinale und Play-off (18. - 20. September)
Finale (4. - 6. Dezember)

 

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