Aktueller Linux-Kernel kann Intel-Netzwerkarten beschädigen

23. September 2008, 13:28
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openSUSE-Projekt warnt vor der Installation der neuen Testversion auf Systemen mit Intel e1000-Treiber - Kernel-Testversion offenbar die Ursache - Auch andere Distributionen betroffen

Vor einem Problem der unangenehmsten Sorte warnt derzeit das openSUSE-Projekt: Wie Community-Manager Joe Brockmeier in einem Mailing-List-Eintrag berichtet, kann die Installation von openSUSE 11.1 Beta 1 unter Umständen zur Beschädigung der Rechner-Hardware führen.

Treiber

Die Ursache dafür ist ein Fehler im e1000e-Treiber, der für die verbreiteten Intel-Netzwerkkarten zuständig ist. Dieser kann dazu führen, dass beim Laden des Treibers das EEPROM der Karte überschrieben wird, die Hardware ist in Folge dauerhaft beschädigt. Insofern rät man BenutzerInnen mit einem entsprechenden Netzwerkchip von der Installation von openSUSE 11.1 Beta 1 oder SUSE Linux Enterprise 11 Beta 1 ab.

Geschichte

Der ausschlaggebende Fehler dürfte allerdings nicht bei openSUSE selbst passiert sein.  Vielmehr soll das Problem laut dem zugehörigen Bug-Eintrag mit dem Release Candidate 1 der Version 2.6.27 in den Linux Kernel Einzug gehalten haben. Eine stabile Release des Kernel 2.6.27 gibt es zwar bislang noch nicht, die Testversionen aktueller Distributionen verwenden aber meist bereits einen der aktuellen RCs. Insofern ist davon auszugehen, dass das Problem auch bei anderen Linux-Varianten zu finden ist. (apo)

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