Autoren-Appell an die UNO: "Bildung für alle Kinder!"

23. September 2008, 13:41
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781 Millionen Menschen können nicht lesen - Henning Mankell und seine Kollegen fordern mehr Geld für Bildung in Entwicklungsländern

Berlin - In einem Offenen Brief an den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie an die Staats- und Regierungschefs haben 260
Autoren aus 49 Ländern gefordert, mehr für die Bildung von Kindern in Entwicklungsländern zu tun. International bekannte Autoren wie Henning Mankell und Philip Pullmann wollen damit zur UN-Millenniums-Konferenz an diesem Donnerstag (25. September) in New
York darauf aufmerksam machen, dass noch immer 781 Millionen Menschen weltweit nicht lesen können.

Auf der Konferenz Ende September in New York wollen die Staats-und Regierungschefs auch über das Millenniums-Entwicklungsziel "Bildung für Alle" diskutieren. Ohne weitere Schritte werde dieses Ziel bis zum Jahr 2015 aber nicht mehr erreicht werden können, betonte die Kinderrechtsorganisation dazu am Montag. "781 Millionen Menschen wissen nicht, was auf ihrem Wahlzettel oder auf dem Etikett ihrer Medizin steht", so die Autoren in ihrem Brief. "Ihnen wird durch die Unfähigkeit, zu lesen und zu schreiben, ein Stück Würde im Alltag verweigert."

72 Millionen Kinder gingen weltweit nicht zur Schule. Mehr als die Hälfte dieser Kinder, 37 Millionen, lebten in "fragilen Konfliktstaaten". Kriege hätten dort ganze Bildungssysteme zerstört, "Schulen wurden zerbombt und Lehrer in die Flucht getrieben". Ohne internationale Unterstützung würden die Kinder in diesen Ländern nie lesen und schreiben lernen. (dpa)

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