EZB-Präsident Trichet: Finanzkrise "fortlaufender Prozess"

23. September 2008, 07:43
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Bei der Krise handle es sich um eine "Marktkorrektur großen Ausmaßes", die zu einer Änderung "in allen Teilen des Finanzsystems" führen muss

Bratislava - Die Finanzkrise dauert nach Auffassung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet weiter an. "Ich würde sagen, es ist ein fortlaufender Prozess", sagte Trichet in einem Interview der slowakischen Wirtschaftszeitung "Hospodarske Noviny", das am Dienstag veröffentlicht werden sollte. Es handle sich um eine Marktkorrektur großen Ausmaßes.

Gegenüber Euronews hatte sich Trichet auch für mehr Transparenz im Weltfinanzsystem ausgesprochen. "Es muss sich etwas in allen Teilen des Finanzsystems ändern", sagte er dem Sender, der am Montag Auszüge aus dem Interview vorab veröffentlichte. Es komme darauf an, Transparenz am Markt herzustellen. Dies gelte auch für "undurchsichtige, giftige Finanzinstrumente".

Die US-Regierung will 700 Milliarden Dollar für die Stützung der Finanzmärkte ausgeben. Mit einem Rettungsfonds sollen Problem-Hypotheken für Wohn- und Geschäftsimmobilien sowie mit Hypotheken besicherte Wertpapiere gekauft werden, die auf den Bilanzen der Finanzinstitute und der Wirtschaft lasten. (APA/Reuters)

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