Elterngeld auf Österreichisch

22. September 2008, 20:30
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Die ÖVP holt sich wieder Hilfe aus Deutschland: CDU-Ministerin von der Leyen im Wahlkampf mit "charmanten Österreichern"

Wien - Am Samstag war es die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, am Montag leistete die deutsche Familienministerin Ursula von der Leyen der ÖVP Wahlkampfhilfe. Er habe gern Besuch von starken Frauen, erklärte Vizekanzler Wilhelm Molterer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz - von der Leyen wiederum wird gern von "charmanten Österreichern" empfangen.

Zweck des Besuches war aber nicht (nur) der Austausch von bilateralen Nettigkeiten. Es ging darum, das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld zu bewerben, das sich die ÖVP, wie Staatssekretärin Christine Marek einräumte, von den deutschen Nachbarn abgeschaut hat. Dort heißt es schlicht "Elterngeld" .

In der österreichischen Variante sollen Eltern 80 Prozent ihres Nettoeinkommens weiterbezahlt bekommen, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes zu Hause bleiben. Und zwar maximal 14 Monate lang, wobei ein Elternteil mindestens zwei Monate in Anspruch nehmen muss. Gedeckelt ist der Betrag mit 2000 Euro. In Deutschland sei das Elterngeld bereits ein Erfolgsmodell, assistierte von derLeyen: Die Geburtenrate ist dort im Steigen begriffen. (hei/DER STANDARD Printausgabe, 23. September 2008)

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    Deutsche Wahlkampfhilfe, die Zweite: CDU-Familienministerin Ursula von der Leyen mit Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP).

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