Welternährungsprogramm: Äthiopien braucht mehr Geld gegen Hunger

22. September 2008, 20:07

Zusätzliche Spenden von 460 Millionen Dollar erbeten

Nairobi/Addis Abbeba - Für den Kampf gegen den Hunger in Äthiopien haben Vertreter des Welternährungsprogrammes (WFP) um zusätzliche Spenden von 460 Millionen Dollar (316 Mio. Euro) gebeten. Damit sollten Lebensmittel für die knapp zehn Millionen Menschen gekauft werden, die allein in Äthiopien noch bis März kommenden Jahres von Hunger und Dürre betroffen seien, teilte ein Sprecher der UN-Organisation am Montag in Nairobi mit. "Das Horn von Afrika ist von der schlimmsten humanitären Katastrophe seit 1984 betroffen, und Äthiopien steckt mitten drin", mahnte WFP-Direktorin Josette Sheeran.

Rund zwei Millionen der Hilfsbedürftigen leben in der äthiopischen Region Somaliland, in der es seit drei Jahren nicht geregnet hat. Die Nomaden der Region haben durch die Dürre bereits die Hälfte ihres Viehbestandes verloren. Viele Eltern haben ihre Kinder aus den Schulen genommen, damit sie auf dem Land nach etwas Essbarem suchen oder in den Städten betteln, hieß es weiter. "Millionen Menschen sind in extremer Not und brauchen dringen Lebensmittel", betonte Sheeran.

Auch in Somalia Millionen Betroffene

Eine ähnlich bedrohliche Lage beobachtet die UN-Organisation im benachbarten Somalia, das seit 1991 keine stabile Regierung hat und von Chaos und Bürgerkrieg geprägt ist. Mehr als drei Millionen Menschen - fast die Hälfte der Bevölkerung - sind von der Dürre betroffen.

Rund 90 Prozent der Lebensmittel für Somalia werden auf dem Seeweg transportiert. Doch die Küste vor Somalia ist wegen zahlreicher Piratenüberfälle besonders gefährlich. Viele Reeder zögern daher, ihre Schiffe für Hilfstransporte zur Verfügung zu stellen. Ein Schiff der kanadischen Marine begleitet derzeit noch die WFP-Transporte, stellt seine Eskorte aber am 27. September ein. Danach sind die WFP Schiffe erneut ohne bewaffneten Schutz. (APA/dpa)

 

Benny12
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29.9.2008, 10:10
Somaliland

Richtigstellung: Somaliland ist keine äthiopische Region, sondern ein eigener Staat, der sich 1991 von Somalia unabhängig erklärt hat und bis heute nicht international anerkannt ist.
Die äthiopische Region, in der auch Somalis leben, nennt sich Ogaden.

Amal Federleicht
00
9.10.2008, 22:58
Somiland

Dem kann ich hier nur zu stimmen für alle die es anscheinend nicht besser wissen!
ich als gebürtige Somalierin kann nur den Kopf schütteln über diesen peinlichen Fehler von Madame als wäre schon die Ignoranz der westlichen Medien hinsichtlich Somalia nicht schon genug Seelische Ohrfeige für die Not leidende Gesellschaft dort jetzt auch noch das.
Vor kurzem sah ich auf 3 Sat eine Reportage über die Arbeit der GTZ in Äthiopien und ich müsste wirkliche staunen über die Landschaft, die sich mir darbot und alles andere ist als eine Dürrelandschaft, nicht dass ich den es nicht gönnen will aber in anbetracht das Krieges, welches in Somalia leider Gottes viel zu lang geht und den damit verbundenen leid der Somalis dort finde ich hier auch die Re

Benny12
00
9.10.2008, 23:09
re

Natürlich kann man Äthiopien (abgesehen von der Ogaden und Afar-Region) nicht mit der Landschaft Somalias vergleichen. Vor kurzem habe ich leider gelesen, dass viele Somalis keinen Fisch essen, in einem Land mit einer langen Küstenlinie - und das die Hungersnot natürlich verstärkt; in Somaliland habe ich davon nichts mitbekommen - können Sie mir dazu etwas sagen? Liebe Grüße und mahadsanid - Benny

Amal Federleicht
00
9.10.2008, 23:02

die Reihenfolge der Prioritäten also erst Äthiopien und am ende Somalia unangebracht und fatal.
Nicht, dass ich es den Äthiopiern es nicht gönne, aber schauen sie sich mal bitte vorher die Reportage(Hightech gegen Hunger) auf 3 Sat an.
Ich wünschte in Somalia wurde es halb so grün aussehen dann wurde dort keiner so gras verhungern müssen wie diese Kinder hier.
http://de.youtube.com/watch?v=POn9VShtNRU

Es wäre mal schön zu sehen , wenn die wirklichen Hilfsbedürftigen, die leidenden Menschen in Somalia Hilfe von der Weltbevölkerung bekämen statt den Erzfeind Äthiopien, dass nicht nur die Menschen dort noch mehr in den Abgrund treibt sondern darüber hinaus in dessen Namen auch noch Geld bezieht.

Der Ätzer
10
24.9.2008, 07:15
Niemlas gar nie nimmer nicht werde ich verstehen, wieso Hungernde statt Nahrung Geld benötigen!

Damit kaufen die doch bei den Spendern zu überhöhten Preisen.

Da wäre es billiger - die Spender achteten auf örtlchen Ackerbau und Viehzucht - vorausgesetzt es sind keine Vegetarier oder Tierschützer die entweder das Futter wegessen oder die Tiere als Nahrung betrachten.

Gibt das Land nicht genug Nahrung ab, wäre des Umsiedeln eine Überlegung wert. Wohin - na zu uns - die Gutzusichselbermenschen - versorgen die auf unsere Kosten.

So haben wir gemeinsames Land und gemeinsame Not.

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