Eine Lebendigkeit, die alle Verzweiflung überstrahlt

22. September 2008, 17:09
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Romy Schneider wäre am Dienstag 70 Jahre alt - Eine Retrospektive des Filmarchivs Austria würdigt die in Österreich geborene Schauspielerin - Eine Ansichtssache

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Foto: dpa

Romy Schneider als Sissi mit Karlhein Böhm

Wien - Sie war der größte Star, den die beiden deutschen Staaten und ihr Geburtsland Österreich verdienten. An ihren Sissi-Filmen brach sich die geschichtsklitternde Nostalgie der Nachkriegsära, an ihrer französischen Karriere die Hassliebe gegenüber unbotmäßigen Töchtern. Unverdaute Vorurteile gegenüber dem alten Feindesland Frankreich spielten in die heftigen Ressentiments gegen Romy Schneider hinein, als sie Anfang der 60er-Jahre nach Paris zog und eine außerordentlich fruchtbare internationale Karriere begann.

Die Hassliebe der Medien entwickelte sich zu einem roten Faden ihrer Geschichte, ihr kokettes Spiel mit dem Ruhm ebenso. Romy Schneider war eines jener grandiosen Naturtalente, die ein erotisches Verhältnis zur Kamera auslebten, aber von tiefer Angst getrieben waren, das Handwerk ihrer Kunst nicht zu beherrschen.

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