TU Graz ist laut Studie treibender Wirtschaftsfaktor

22. September 2008, 14:51
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Uni sorgt jährlich für durchschnittlich 198 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung in der Steiermark - "Innovations- und Wissensvermittler in der gesamten Region"

Graz - Die Technische Universität Graz (TUG) ist nicht nur eine steirische Akademikerschmiede und Forschungsstätte, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für das Land Steiermark. Das zeigt eine Studie des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Johannes Kepler Universität Linz. Der durchschnittliche zusätzliche Wertschöpfungseffekt am steirischen BIP betrage rund 198 Mio. Euro jährlich, hieß es am Montag in einer Mitteilung der TUG.

Bedeutende ökonomische Größe

Was meist nur grob geschätzt wird, hat die Technikerschmiede im Süden Österreichs nun bestätigt bekommen: Die Studie unter der Leitung von Friedrich Schneider vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Linz zeigt, dass die TUG eine bedeutende ökonomische Größe darstellt. Schneider untersuchte die gesamten regionalen volkswirtschaftlichen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte, die durch Aktivitäten der TUG von 1996 bis 2007 entstanden sind. Neben dem zusätzlichen Wertschöpfungseffekt von 198 Mio. Euro am steirischen BIP bringe die Universität demnach zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern jährlich einen Beschäftigungseffekt von etwa 1.600 hoch qualifizierten Arbeitsplätzen hervor.

Volkswirtschaftlicher Nutzen für Steiermark

"Die TU Graz ist nicht nur ein sehr bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Steiermark, sondern auch der herausragende Innovations- und Wissensvermittler in der gesamten Region", so Studienautor Schneider. Für sein "ökonometrisch geschätzte Regionalmodell", auf dem die Bewertung der TUG basiert, wurde zunächst angenommen, dass es die TU Graz nicht gibt. Daraus wurden Vergleichswerte geschaffen, aus denen sich schließlich der volkswirtschaftliche Nutzen der TU Graz für die Steiermark ableiten lässt. Neben der ökonomischen Wirkung von Studierenden, Stammpersonal, Bauinvestitionen und laufenden Kosten wurden auch Faktoren wie Drittmittel-Aktivitäten, Start-up-Unternehmen oder Kompetenzzentren bewertet.

"Wir sind stolz auf das Ergebnis, das unsere hohen Erwartungen sogar noch übertrifft: Rund 2,4 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung und 19.100 zusätzliche Arbeitsplätze in den letzten zwölf Jahren sind beeindruckende Werte, die die Bedeutung der TU Graz deutlich unterstreichen", erklärt TU-Rektor Hans Sünkel. (APA)

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