Murray verzweifelt an Teamkollegen

22. September 2008, 14:30
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Trotz zwei Punkten des Schotten ging der Län­der­kampf gegen Öster­reich verloren: "Wenn ich Opfer bringe, erwarte ich das auch von ihnen"

London - Andy Murray hat nach der 2:3-Niederlage im Davis-Cup-Duell in Wimbledon gegen Österreich Kritik an seinen Teamkollegen geübt. "Wenn ich Opfer für das Team bringe, dann erwarte ich das auch von jedem anderen Mitglied im Team. Ich will von ihnen hören, dass sie alles geben werden", ärgerte sich der 21-jährige Weltranglisten-Vierte.

Murray hatte seine Pflicht mit Siegen über Alexander Peya (6:4,6:1,6:3) und Jürgen Melzer (6:4,5:7,6:4,6:1) erfüllt und die einzigen Punkte für Großbritannien im Kampf um ein Ticket für die Weltgruppe geholt. "Ich habe viele Emotionen gezeigt und so das Publikum involviert. Das ist wichtig bei Heimspielen im Davis Cup. Im Doppel hatten wir aber nicht viele Chancen, um die Zuseher in Stimmung zu bringen. Das war alles ein bisschen matt", sagte der frustrierte Schotte.

Englands Kapitän John Lloyd hatte im Doppel neben Jamie Murray (Andys Bruder) überraschend den 23-jährigen Ross Hutchins anstelle von Andy Murray aufgeboten. Das Duo war gegen Julian Knowle/Jürgen Melzer chancenlos und unterlag glatt in drei Sätzen mit 4:6,3:6,1:6.

Auch im entscheidenden Spiel von Alex Bogdanovic, der mit 6:2,4:6,4:6,2:6 an Alexander Peya scheiterte, vermisste Murray die letzte Leidenschaft. "Als Alex (Bogdanovic) in Rückstand geriet, sah man keine geballten Fäuste und hörte auch keine Anfeuerungsrufe. In so einer Situation musst du dem Publikum zeigen, dass du alles unternehmen wirst, um zu gewinnen. Du musst das Publikum hinter dich bringen, selbst wenn du dein Racket ruinierst. Das ist egal."(APA/Reuters)

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    Enttäuscht: Andy Murray.

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