SGI macht OpenGL zu wirklich freier Software

22. September 2008, 14:35
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Lizenzwechsel für den 3D-Standard - Bisherige Lizenz schränkte die Nutzungsrechte ein und war daher nicht als freie Softwarelizenz anerkannt

Einen Lizenzwechsel hat der Softwarehersteller SGI für den 3D-Standard OpenGL vollzogen: Nach langjähriger Kritik steht die Sofware nun unter einer Lizenz die beinahe deckungsgleich mit der vom Grafikserver X.org eingesetzten X11-Lizenz ist.

Problematisch

Die bisherige Lizenz hatte unter anderem die Free Software Foundation (FSF) nicht als wirklich frei anerkannt. Reale Probleme ergab dies vor allem für das Debian-Projekt, dessen Richtlinien OpenGL bisher ebenfalls nicht erfüllte, was die Integration in die Distribution verhinderte.

Vorgeschichte

Von dem Lizenzwechsel sind alle von SGI ursprünglich 1999 als Open Source freigegebene Komponenten betroffen, darunter etwa die diversen GLX-Erweiterungen für den X-Server. SGI hatte einst die ursprüngliche Entwicklung von OpenGL betrieben, aktuelle Verbesserungen werden allerdings von der Krhonos Group getragen. (apo)

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