One/Orange bringt kräftige Finanzspritze für Werbebranche

22. September 2008, 13:37
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Der Mobilfunker lässt sich den Markenwechsel 20 Millionen kosten - Zeitungen ummantelt, Startseite von derStandard.at mutiert

Wien  - 20 Millionen Euro pumpt Mobilfunker One, der seit Montag Orange heißt, in seine Kampagne zum Markenwechsel. Ziel ist es, innerhalb von einem Jahr "mit Orange die Bekanntheit von One erreicht zu haben", so CEO Michael Krammer. Ein großer Teil des Werbebudgets kommt den Medien und der klassischen Werbung zu Gute - für die heimische Medienbranche ist das in Zeiten der abkühlenden Werbekonjunktur ein willkommener "positiver Konjunkturaspekt", sagt Josef Leitner von Focus Research.

Für Zeitungsleser waren die Sonderwerbeformen von Orange am Montag kaum zu übersehen. Sämtliche größeren Tageszeitungen erschienen in einer "Orange"-Ummantelung. Zusätzlich wurden 2,5 Millionen Türhänger an Österreichs Türklinken verteilt, mit dem sich Österreichs drittgrößter Handybetreiber vorstellen will. In dieser Woche gibt es neben klassischen Printanzeigen auch eine Internet-Kampagne. Die Starseite von derStandard.at wechselte am Montag ihr Erscheinungsbild und erscheint im Look von Orange. Zusätzlich setzt der Mobilfunker auf Fernseh- und Radiospots, außerdem präsentiert sich Orange auf insgesamt 2.640 Plakatstellen sowie 1.300 CityLights.

"20 Millionen Euro sind für die Werbebranche nicht nur eine Kleinigkeit", findet Leitner. Zum Vergleich: Im letzten Wahlkampf zur Nationalratswahl 2006 lagen die Ausgaben für Wahlwerbung bei rund 24 Millionen Euro. Durch die Orange-Kampagne würden zusätzlich Effekte ausgelöst, weil die Mitbewerber nachziehen und ebenfalls Werbeimpulse setzen werden, glaubt Leitner. Diese Finanzspritze biete einen "positiven Konjunkturaspekt", von einer "Konjunkturstütze" will er aber nicht sprechen. (APA)

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